2004 bis 2011


Benefizkonzert mit GERO



Dass seine Musik und Songs eine Seele haben, merkt man an den Reaktionen der Zuhörer. Diese sind begeistert vom Pianisten, Songwriter,Sänger Gero Wolter und der Qualität seiner Konzerte. Nicht nur die Musik liegt dem Braunschweiger Musiker am Herzen, sondern auch das Wohl von Kindern. Zum Ausklang jeden Jahres lädt Gero zu einem Benefizkonzert ein. Motto dieser Konzerte ist: „Zeit der Einkehr“. In diesem Jahr kommt der Erlös krebskranken Kindern in Braunschweig zugute. Damit stellt Gero Wolter erneut die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt Braunschweig unter Beweis. Jüngst wurde übrigens der sympathische Sänger zum Karnevalsprinzen „Gero I.“ gekürt. In der Session 2011/2012 ist er nun Aushängeschild des traditionsreichen Braunschweiger Karnevals.

Organisiert wird das Benefizkonzert erneut von der Sickter Kulturinitiative. Alle Gäste dürfen sich auf eine stimmungsvolle Veranstaltung im Barocksaal des Sickter Herrenhauses freuen. Auf dem Programm stehen Weihnachtslieder im unverkennbarem Gerosound, Gospels, bekannte und neue Eigenkompositionen von Gero.

Konzert Subéja Trio



Am 13. November 2011 präsentierte die Sickter Kulturinitiative ein „Spiel der Impressionen“ mit dem „Subéja-Trio“ aus Kassel. Zu Gast im Herrenhaus Sickte waren: Judith Gerdes (Oboe), Sandra Bauer (Flöte) und Berit von Sauter (Klavier). Die Ausführenden luden die Zuhörer/innen auf eine Klangreise mit farbenfrohen Stimmungsbildern ein und vermittelten einen Einblick in verschiedene Stilistiken. Die Konzeption dabei war, dass das Trio barocke Komponisten modernen Komponisten gegenüberstellte. Die Arrangements erzeugten dabei ein ganz eigenes Spannungsfeld, das die Zuhörer für die unterschiedlichen Klangwelten sensibilisierte.


Programm: „Spiel der Impressionen“:

Georg Friedrich Händel:
Triosonate F-Dur für Flöte, Oboe und Klavier

Madeleine Dring:
Triosonate for Flute, Oboe and Piano

Astor Piazzolla:
Tango-Etüde für Flöte solo

Diego Jascalevich:
Suite Latinamericana für Flöte, Oboe und Klavier(komponiert für Subéja Trio)

Johann Joachim Quantz:
Triosonate c-moll für Flöte, Oboe und Klavier

Ulli Götte:
La Délivrande für Flöte, Oboe und Klavier(komponiert für Subéja Trio)

Charles Koechlin:
Au Loin für Englisch-Horn und Klavier

Malcom Arnold:
Suite Bourgeoise for Flute, Oboe and Piano


Biografien:


Judith gerdes – Oboe

Judith Gerdes studierte Oboe an der Berliner Hochschule der Künste und besuchte Meisterkurse bei Lajos Lencses, Prof. Günter Passin und Prof. Wienfried Liebermann. Seit 1996 lebt und unterrichtet sie in Kassel. Neben ihrer Orchestertätigkeit, u.a. in der Deutschen Bläserphilharmonie, im Harleshäuser Kammerorchester und im Minimalorchester 'in process' pflegt sie eine rege Kammermusiktätigkeit und konzertiert bundesweit in unterschiedlichen Besetzungen.

Sandra Bauer – Flöte
Sandra Bauer studierte an der Musikakademie Kassel und an der Hochschule für Musik in Frankfurt bei Prof. Henner Eppel. Ihre facettenreichen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten spiegeln sich in ihrer Kammermusiktätigkeit mit unterschiedlichen Ensembles wieder. Dabei liegt neben der Interpretation des klassischen Repertoires im Duo mit Klavier, im Bläserquintett 'Ensemble Collage' sowie im 'SubéjaTrio' mit Oboe und Klavier, ein Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit südamerikanischer Musik. Diese Grenzgänge zwischen Klassik und Folkloristik kennzeichnen die Arbeit der Musik mit dem Duo 'Encontraste'.

Berit von Sauter – Klavier

Berit von Sauter studierte Klavier und Vokale Korrepetition an der Hochschule für Musik und Theater 'Felix Mendelssohn-Bartholdy' in Leipzig und besuchte zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Norman Shetler, Irvin Gage, Hartmut Höll und Wolfram Rieger. Ihr Schwerpunkt liegt in der Liedbegleitung und in der Kam-mermusik in unterschiedlichen Besetzungen. Seit 2001 lebt und unterrichtet sie in Kassel und tritt regelmäßig als Liedbegleiterin und Kammermusikerin auf, u.a. im 'SubéjaTrio' und im Trio mit Sopran und Flöte.

Link: Subéja Trio

"Es muss nicht immer Goethe sein"...

Lesung mit John Wolfgang Dorsch, Hannelore Loske, Karin Bottke,
Eva Ehmke und Volker Wendt am Sonntag, 2. Oktober 2011





Viele schöne Gedichte und Geschichten gehen heute in der Masse der angebotenen Literatur verloren. Eine Gruppe von Autoren aus dem Braunschweiger Land hat sich zusammengetan, um leicht verständliche Lyrik und Prosa von heute den Menschen näher zu bringen. Leitmotto der Autoren ist: „Es muss nicht immer Goethe sein.“ Ihre Vorbilder sind u. a. Roth, Kästner und Ringelnatz.

Am 2. Oktober 2011 stellte die Sickter Kulturinitiative die Autoren vor, die aus eigenen, bereits veröffentlichten Werken lesen. Zum Vortrag kamen Lyrik aus dem Alltag und Kurzgeschichten.

Konzert Schultze & Schultze




"Schultze & Schultze" gastierten im September 2011 im Rittersaal des Herrenhauses Sickte. Schultze & Schultze sind Herr Schultze (Günther Kampen) am Akkordeon und Frau Schultze (Heike Lachetta) am Akkordeon. Frau Schultze komponiert noch immer alles am Küchentisch. Romantische Lieder und Lieder mit überraschenden Wendungen. Mit Leichtigkeit und spielerischem Können wurden diese von Herrn Schultze und Frau Schultze zu Gehör gebracht.

Kalligrafie-Ausstellung

"Kalligrafie von A - Z"“ im Herrenhaus Sickte
23. September - 21. Oktober 2011


Vom 23. September - 21. Oktober 2011 präsentierten der Hötzumer Bücherhof und die Sickter Kulturinitiative eine Kalligrafie-Ausstellung im Herrenhaus Sickte.

Die Braunschweiger Grafik-Designerin Sabine Pfeiffer, unterrichtet die „Kunst des des schönen Schreibens“. Ihre Kalligrafiekurse im Hötzumer Bücherhof sind gut besucht und finden regelmäßig statt. Mittlerweile hat sich eine Kalligrafie-Gruppe gebildet. Diese erfreut sich großer Beliebtheit. Sowohl Einsteiger, als auch Fortgeschrittene arbeiten hier kreativ zusammen. Sie teilen ihr gemeinsames Hobby, tauschen Tipps und Ideen aus.

Nachdem die handwerklichen Grundlagen vermittelt sind, annimiert Sabine Pfeiffer zum Experimentieren und zur freien Gestaltung. Worte werden schnell zu Bildern und kalligrafischen Kunstwerken. Traditionell wird in der Kalligrafie mit verschiedenen Federn und Tinte geschrieben. Auch andere Werkzeuge werden genutzt, die besondere Effekte erzeugen. Ebenfalls kommen Aquarell- und Acyrlfarben bei der Farbgestaltung zum Einsatz. In der Ausgestaltung von Buchstaben und Worten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Die Kalligrafen-Gruppe zeigt eine gemeinsame Werkausstellung zum Thema: „Kalligrafie von A - Z“.

Im Bild: Grafik-Designerin Sabine Pfeiffer (links) erklärt eine neue Technik.

Konzert Johannes Haase

Konzert-Matinee im Herrenhaus Sickte
Sonntag, 18. September 2011 - 11.00 Uhr
Rittersaal im Herrenhaus Sickte



Der Geiger Johannes Haase (*1983 in Wolfenbüttel) präsentiert in Sickte ein Soloprogramm mit Kompositionen von Christian Vásquez, Johannes Sebastian Bach, Franco Donatoni, sowie Improvisationen.

Mit seinen grenzüberschreitenden Improvisationen, die geprägt sind von allem, was ihm gefällt, hat er einen eigenen Stil kreiert.

Der Geiger Johannes Haase spielt barocke, moderne und elektrische Instrumente, und ist in verschiedenen musikalischen Welten aktiv. Er spielt in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem oh ton-ensemble, der Band Flow Job, sowie landauf, landab in unterschiedlichsten freien Projekten. So arbeitet/spielt er u.a. mit Paavo Järvi, dem Absolute Ensemble (New York), Bernhard Rath, Giovanni Antonini, John Eckhardt, Klaus Huber, Reinhard Goebel, Daniel Sepec und Christian Vásquez.

2008 gewann er den John-Cage-Preis der John-Cage-Orgelstiftung Halberstadt, 2011 wurde ihm der Klaus Huber-Sonderpreis der Hochschule für Künste Bremen verliehen.
Johannes Haase lebt in Bremen und studiert zur Zeit bei Fred Frith und Alfred Zimmerlin an der Musikakademie Basel.

Er spielt eine Violine von Stephan von Baehr (Paris, 2009) sowie eine Violectra von Dave Bruce Johnson (Birmingham, 2010).

Fotoausstellung Michael Boos

"Sickte aus der Luft"
Fotografien von Michael Boos
14. August - 16. September 2011
im Herrenhaus Sickte (Am Kamp 12)



Michael Boos ist passionierter Segelflieger und Fotograf. Vom 14. August – 16. September 2011 präsentiert die Kulturinitiative Aufnahmen von Michael Boos zum Thema: "Sickte aus der Luft". Gezeigt werden interessante und beeindruckende Luftaufnahmen von Flügen über die Samtgemeinde Sickte.

Michael Boos ist gebürtiger Flensburger, Jg. 66. Seit 2000 wohnt er mit seiner Familie in Hötzum. Er fliegt seit seiner Jugend und nutzt seit langem die Möglichkeit die hiesige Region zwischen Elm, Asse, Wolfenbüttel und Braunschweig von oben zu sehen. Er verbindet mit dem Segelfliegen ein weiteres Hobby - die Fotografie.

Mittlerweile haben sich so viele Aufnahmen angesammelt, die der Fotograf in einer interessantesten Ausstellung präsentieren möchte. Bei der Auswahl der Fotos hat sich Boos weitestgehend auf öffentliche und historische Gebäude beschränkt. Einige Orte offenbaren erst aus der Luft ihren wahren Charakter. Obwohl mit Google Earth nahezu jeder Ort aus dem All einsehbar ist, haben die Luftaufnahmen von Michael Boos durch ihre Perspektive und dem Bildaufbau einen ganz eigenen Charme.

Im Bild: Michael Boos beim Rahmen seiner Fotos für die Ausstellung.

Fotoausstellung Katja Kuck




Vom 11. Juli - 11. August 2011 präsentierte die Sickter Kulturinitiative Fotografien zum Thema „Schaufensterpuppen“ von Katja Kuck im Herrenhaus Sickte

Die Fotokünstlerin lebt in Wolfenbüttel. Sie unterrichtet Kunst und Deutsch am Kranich Gymnasium in Salzgitter. Katja Kuck setzt das Thema schon seit einigen Jahren künstlerisch um: „Es interessiert mich, die Schaufensterpuppen einerseits lebendig, anderseits aber auch dokumentarisch festzuhalten“, erklärt Kuck. Sie fotografiere analog. Ihre Fotografien seien nicht überarbeitet oder verfremdet, führt sie weiter aus. Kuck möchte den jeweiligen Zeitgeist und aktuelle Strömungen unverfälscht zeigen. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist verblüffend. Die Fotografien wirken intensiv auf den Betrachter und regten zu lebhaften Diskussionen an.

Gedichte und Harfenklänge


Im Bild: Volker Wendt (links) und Volker Itze

Kennen Sie Gedichte über depressive Sandkörner oder rabiate Eulen? Nein? Dann haben Sie am 19. August um 20.30 Uhr die Gelegenheit, sie im Herrenhaus in Sickte kennen zu lernen. Die Verse von Volker Wendt eignen sich zum Schmunzeln oder Nachdenken genauso wie zum Träumen und werden aufs Feinste durch den musikalischen Teil des Abends ergänzt: Wenn Volker Itze auf seiner Harfe spielt, vergisst man die Hektik des Alltags und lässt sich von alten keltischen Stücken oder auch eigenen Kompositionen verzaubern.

Als Gast dabei: Die Sängerin und Musikerin Gudrun Peter, die genauso wie Itze und Wendt zur Neofolk-Band Paradogs gehört. Und so kann man sich auch auf ein paar "paradogse" Klänge freuen. Weitere Infos zur Band und zu Wendts Gedichten:

Link: Paradogs

Folkkonzert mit Dag Westling



Dag Westling benötigt keine Technik, keinen Verstärker, kein Mikrophon. Er hat eine fantastische Stimme und seine Instrumente, das genügt. Die ausgezeichnete Akustik im Rittersaal des Herrenhauses Sickte, kommt Folkmusiker aus Stockholm entgegen. Westling schöpft den Raumklang aus, um seine Musik aus Irland und Schottland zu präsentieren. Die Zuhörer erleben ein exzellentes Folkkonzert, mit ausgewählten Stücken. Gefühlvolle Balladen wechseln mit Polkas, Reels und Instrumentalstücken. Der Musiker ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Schnell gelang es ihm, seine Zuhörer in den Bann zu ziehen. Er moderierte sein Programm auf Deutsch, erzählt die Geschichten, die Thema der traditionellen Lieder sind. Da geht es um Heringsfischer, Piraten, Mystik, Ironie, Liebe, Sehnsucht, Schicksal, Aufbruch und Heimweh. Der ausdrucksstarke Gesang von Westling spiegelt all die Facetten der irischen-schottischen Mentalität. Es begleitet sich selbst auf einem 5-String-Banjo oder der Gitarre. Mit dabei auch ein unverzichtbares Instrument, das einfach zur irischen Musik gehört, die Tin Whistle. Westling beherrscht die kleine Blechflöte, auch Penny Whistle oder Pocket Whistle genannt, wahrlich meisterhaft. Er entlockt dem Instrument schnelle Reels, die die Zuhörer begeistern. Der Musiker beeindruckt auch durch seine Virtuosität auf der Gitarre und dem Banjo. Die Instrumentalstücke sind Highlights im Programm. Bereits in seiner Jugend hat sich Westling der irischen Musik verschrieben. Dag Westling ist Sänger und Instrumentalist der renommierten Irish Folk-Gruppen Quilty und Eitre, die seit Jahren, vor allem in Skandinavien und Deutschland, regelmäßig Konzerte geben. Das Solo-Programm des Musikers lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Alle, die wie Westling in ihrem Herzen, Iren oder Schotten sind, kamen voll auf ihre Kosten. mr

Link: Dag Westling

Werkschau Holz- und Linolschnitte



Im Juni 2011 zeigte die Sickter Kulturinitiative eine Werkschau von Helga und Hartmut Schäflein, einem Künstlerehepaar aus Schöppenstedt. Hartmut Schäflein stellte Holz- und Linolschnitt-Drucke aus. Der gebürtige Hamburger hat Werbegrafik studiert. Er war sowohl selbstständig als auch als Atelierleiter tätig. Dazu auch freischaffend als Zeichner und Maler. Die Motive seiner Arbeiten sind gegenständlich, teilweise auch satirisch. Seine Ehefrau Helga ist in Dettum aufgewachsen. Sie kreiert Collagen aus verschiedenen Materialen.

Jugendkonzert 2011



Größer sind sie geworden und reifer, die Klavierschüler von Frieda Vogel. Unter ihrer Leitung fand im Mai 2011 ein Jugendkonzert im Herrenhaus Sickte statt. Das dargebotene Programm war vielseitig und mehr nur als ein Vorspiel. Zwölf Musiktalente präsentierten ausgewählte Stücke. Individuelle Vorlieben und Stärken wurden hervorgehoben. So trafen Klassik auf Moderne, Romanzen und Balladen auf Blues und Boggie. Deutlich zeigte sich auch die Weiterentwicklung. Auch für dieses Gemeinschaftskonzert wurde fleißig geübt. Dabei sind die Stücke schwieriger geworden, die Spieltechnik anspruchs- und die Interpretationen gefühlvoller. Marie Reinecke bezauberte mit der Arabeske op. 18 von Robert Schumann. Dora Modde hatte das Andante aus der C-dur Sonate von W. A. Mozart vorbereitet. Anna Keller interpretierte „Danzas Espanolas Nr. 5“ von Enrique Granados. Leonie Vogel entführte mit Filmmusik von Yann Tierssen in „Die fabelhafte Welt der Amelie“. Fabelhaft waren auch die Klaviervorträge von Katharina Möbius, Katja Danzfuß, Jan Sajonz und Helen Weber. Vier angehende Konzertgitarristen von der Städtischen Musikschule Braunschweig sorgten u. a. für südamerikanische Klänge im Rittersaal. Die Schüler von Michael Kujawa spielten Stücke des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos. Felix Frühauf brachte die Prélude Nr. 1, Yohanes Yudistira die Prélude Nr. 2 zum Vortrag. Auch Timo und Remon Vogel begeisterten mit ihrem Gitarrenspiel. Besonderen Applaus bekamen die Brüder für ihren Duovortrag „Katango“ von H. J. Teschner. Katharina Möbius, Marie Reinecke und Leonie Vogel setzten am Flügel den furiosen Schlusspunkt. Sechshändig spielten sie „Bénodet breeze“ von Mike Cornick. Viel Beifall gab es für die jungen Künstler, die von der Sickter Kulturinitiative präsentiert wurden. mr

Piano-Solo-Show Holger Mantey



Am 9. April 2011 war Holger Mantey mit seiner „Piano-Solo-Show“ zu Gast bei der "SiKKi". Der exzellente Konzertpianist faszinierte mit außergewöhnlichen Darbietungen. Die Show bot beste Unterhaltung und Musik vom Feinsten. Dies in einem Spektrum von mittelalterlichen Klängen, über Klassik, bis hin zu zeitgenössischer Musik. Mantey ist Perfektionist. Vollendete Spieltechnik geht bei ihm einher mit kreativer Interpretation. Gewürzt werden seine Konzerte mit kecken Moderationen und Persiflagen. Eigentlich Unmögliches macht dieser Musiker möglich. Bekanntes wird neu präsentiert, versetzt die Zuhörer in Staunen. Dies auch beim Einsatz einer Vuvuzela. Seit der letzten Fußball-WM kennt man deren nervtötende Klänge. Beschäftigt sich jedoch ein Musiker mit der Spaßtröte, entlockt er ihr ganz andere Töne. Mantey kombiniert das Plastikinstrument mit Akkordbrettern auf dem Flügel. Anders als vielleicht erwartet, gerät die ehrwürdige „Ode an die Freude“ wirklich zur Freude der Zuhörer. Auch ein Synthesizer kommt zum Einsatz. Orgelklänge werden erzeugt, leiten Bachs Toccata ein. Blitzschnell wechseln die Tempi. Die Finger des Pianisten wechseln ebenso so schnell, fliegen auf den Tasten zwischen Synthesizer und Flügel hin und her, geben der Toccata noch mehr Pep. Mantey beherrscht aber auch die leisen Töne. Seine eigenen Werke sind gefühlvoll und virtuos komponiert. Sie erzeugen Traumbilder im Kopf. Das musikalische Multitalent erzählt Geschichten auf dem Flügel, entführt seine Zuhörer in fantastische Klangwelten. Mantey gilt in der deutschen Musikszene als einer, der in keine Schublade passt. Stimmt, denn er macht keinen Unterschied zwischen E- und U-Musik. Mantey steht für Musik in voller Bandweite. Er ist darum oft Gast auf internationalen Festivals. In 20 Ländern Europas, Asiens und Afrikas gab es bereits Konzerte, spielte zahlreiche CDs ein und bestritt Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen. Viel Beifall gab es für den Künstler aus Lübeck und drei Zugaben für die Zuhörer. mr



Vita:
Holger Mantey absolvierte von 1980 bis 1985 ein klassisches Klavier-Studium an der Musikhochschule "Hanns Eisler" Berlin in der Klasse von Professor Heinz Zimbehl und Sonja Großmann. 1987 ist das Jahr seiner abenteuerlichen Flucht von Ost nach West. Mantey ging nach Köln und beginnt, sich als Solist einen Namen zu machen. Zahlreiche Konzertauftritte führten ihn auf viele internationale Bühnen und Festivals im In- und Ausland u.a. nach New Dehli, Bangalore, Bombay, Poggibonce, Valladolid, Perugia, Lissabon, St. Petersburg, Vilnius, Ankara, Izmir. Er spielte auf den meisten großen deutschen Festivals. (Deutsches Jazzfestival Frankfurt, Leverkusener Jazztage, Kölner Jazzhausfestival, Jazzfestival Ost-West Nürnberg, Kempener Jazzfrühling um nur einige zu nennen) Der Pianist machte Rundfunk-und Fernsehaufnahmen für den HR, WDR, NDR, 3SAT, BR, DLF, SR, MDR, RBB, Lit.TV, RAI (ital.) Konzertreisen führten ihn in folgende Länder: Indien, Sri Lanka, Bangladesch, Pakistan, Portugal, Italien, Griechenland, Türkei, Zypern, Israel, Guinea, Mauretanien, Elfenbeinküste, Kap Verden, Litauen, Russland, Senegal, Japan, Spanien, Schweden (viele Konzerte in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut).

1993: ARD-Beitrag zum EBU Jazzfestival in Perugia.1995: Gründung des “Duo Total” mit dem Kölner Saxophonisten Matthias Schubert.Mit ihm zusammen gewinnt Mantey 1996 den Preis beim internationalen Wettbewerb für junge Kunst in Düsseldorf.

Mantey arbeitete mit folgenden Musikern zusammen: Burhan Öcal, Laurent Dehors, Christopher Dell , Matthias Schubert, Ramamani, T.A.S.Mani, Ramesh Shotam, u.s.v.m. Es sind von ihm bisher 10 CDs unter eigenem Namen erschienen und einige andere, bei denen Holger Mantey als Gast-Musiker mitwirkte. Mantey gibt Workshops, ist Autor verschiedener Notenausgaben, gibt zusammen mit dem Hamburger Musiker und Verleger Felix Schell das EDM (Elemente der Musik) Fernstudium heraus und gibt jährlich weltweit viele Konzerte als Solist und in anderen Projekten.

Link: Holger Mantey

Haiti - "Wir müssen stark bleiben!"



Am 12. Januar 2010 bebte die Erde in Haiti. Bilder und Nachrichten waren ein Schock für Roseléne Klockenthör. Sie wurde 1977 in Haiti geboren.1998 kam sie nach Deutschland. Mit ihrer Familie lebt sie in der Gemeinde Veltheim. 250.000 Menschen riss das Beben in den Tod, 300.000 wurden verletzt, 1,2 Millionen Menschen obdachlos.

Kurz nach der Katastrophe reiste Roseléne Klockenthör in ihre zerstörte Heimat. “Ich musste helfen und meine zwei Neffen suchen“, sagt sie. Was sie gesehen und erlebt hat, hielt sie fest. Daraus entstanden ist ein Buch. Es erzählt eine menschlich bewegende Geschichte, die zutiefst berührt. Zugleich ist es ein Zeugnis einer Katastrophe, die aus dem Focus der Weltöffentlichkeit gerückt ist. Die Zerstörung Haitis ist jedoch immer noch gegenwärtig. Die Menschen benötigen weiter Hilfe. Roseléne Klockenthör widmet ihr Buch den Menschen, denen sie auf ihrer Suche begegnet ist. Die Leser spüren, wie die Haitianer trotz ihrer verzweifelten Situation kämpfen. Sie suchen nach neuen Wegen, Scherzen und lachen, anstatt in Trauer und Apathie zu versinken. „Wir müssen stark bleiben, damit unser Land nicht vergessen wird“, ist der Satz, den sie auf ihrer Reise immer wieder hört.

Viele Zuhörer kamen im Februar 2011 zur Buchvorstellung ins Sickter Herrenhaus. Darunter ein großer Freundes- und Familienkreis, zahlreiche Helfer und Unterstützer aus der Gemeinde Veltheim. Sie alle hatten Geld gesammelt, mit auf die Reise gegeben. Schlimmste Not konnte bescheiden gelindert werden. Samtgemeindebürgermeister Dr. Arne Pautsch fand passende Worte: „Mit einem Mal ist das Weltgeschehen mitten unter uns. Ihre aufwühlende Geschichte zeigt in sehr persönlicher Weise, wie klein die Welt angesichts einer Erdbebenkatastrophe mitunter werden kann, und wie mit couragiertem Handeln Verantwortung gelebt werden kann.“

Mareile Seeber-Tegethoff, promovierte Ethnologin, moderierte die Lesung. Sie zeigte Fotos, aufgenommen von Henning Günzler. Der Braunschweiger Apotheker war für die humanitäre Organisation „Apotheker ohne Grenzen“ in Haiti tätig. Als Co-Autorin hat Mareile Seeber-Tegethoff das Buchprojekt realisiert. Mit ihrer Agentur „Worte & Leben“ unterstützt sie Menschen, die ihre Lebenserinnerungen festhalten wollen. Mit dem Verkauf dieses Buches wird der Bau einer Bäckerei in Mabriol unterstützt. Für jedes verkaufte Exemplar kommen zwei Euro diesem Projekt zugute. Mabriol ist das Dorf, in dem die Autorin ihre frühe Kindheit verbracht hat. Es liegt südlich von Port-au-Prince, ungefähr 35 km von Jacmel entfernt. Das Dorf hat ca. 1000 Einwohner. Sie sind Bauern und leben weit verstreut in einfachen Hütten an den Berghängen. Die Straßen, die Mabriol mit der Außenwelt verbinden, sind nur schwer befahrbar. Um mit dem Pickup nach Jacmel zu gelangen, brauchen die Dorfbewohner drei Stunden. In Mabriol selbst gibt es keine Bäckerei.

Die Geschichte von Roseléne Klockenthör endet zum Teil mit einem „Happy End“. Sie hat ihre Neffen sicher nach Braunschweig gebracht. Ihre Geschichte ist veröffentlicht. Die erste Lesung wurde trotz großer Aufregung mit Bravour gemeistert. Das Hilfsprojekt für Mabriol ist gestartet. Für Menschlichkeit, Mut und Engagement verdient Roseléne Klockenthör allergrößte Anerkennung und die weitere Unterstützung ihres Projektes. mr



Im Bild: Roseléne Klockenthör (links) und Mareile Seeber-Tegethoff.

Roseléne Klockenthör & Mareile Seeber-Tegethoff
HAITI - „Wir müssen stark bleiben!“
Bericht über eine Reise ins erdbebenzerstörte Haiti,
um zwei Kinder nach Deutschland zu holen
Hötzumer Bücherhof – 87 S. broschiert – Februar 2011 – 11,80 €
ISBN 978-3-942418-07-2
Verkauf: Hötzumer Bücherhof, Buchhandlung Graff, Braunschweig

Auftaktkonzert 2011



Das Auftaktkonzert 2011 der "SiKKi" fand am 16. Januar statt. Es konzertierten Ulrike Engels (Klavier) und Susanne Busch (Violine). Die Konzertbesucher konnten ein hochkarätiges Konzert mit Kammermusik des ausgehenden 19. Jahrhunderts im Rittersaal des Herrenhauses Sickte genießen. Virtuos gespielt und interpretiert wurde von den Künstlerinnen: Andante op. 75 von Gabriel Faure, die Sonate für Violine und Klavier von Claude Debussy, die Sonatine op. 100 von Antonin Dvořák sowie die Sonate für Violine und Klavier von Leos Janacek. Besonders interessant waren die Gegenüberstellung und der direkte Vergleich der Werke französischer mit böhmischen-tschechischer Komponisten. Ein gelungener Auftakt, ein großartiges Konzert, das mit großen Beifallsbekundungen belohnt wurde.



ULRIKE ENGELS (Klavier),
studierte Klavier und Kammermusik bei Prof. Bernhard Ebert an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Während ihres Studiums war sie Orchesterpianistin der Jungen Deutschen Philharmonie und arbeitete als Begleiterin für den Deutschen Musikrat. Neben Kammermusik und Liedbegleitung begeistert sie sich für das Musiktheater und arbeitet seit 1997 immer wieder als musikalische Leiterin des freien Opernensembles „Oper an der Leine“ in Hannover. 1995/96 war sie als “Professora invitada“ beim Orchesta Ciudad de Granada. Seit 1992 hat sie einen Lehrauftrag für Korrepetition an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und arbeitet dort mit Streichern und Sängern. Neben der Hochschul- und Konzerttätigkeit ist sie begeisterte Klavierlehrerin.Den vielfältigen Zusammenhängen von Körper, Psyche und Musik geht sie auch in ihrem Nebenberuf als Musikercoach nach.

SUSANNE BUSCH (Violine),
studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Hans-Christian Euler, Prof. Atila Aydintan und Barockvioline bei Anne Röhrig. Es ergänzten Meisterkurse bei Geza Kapas, Gorjan Kosuta und Antje Weithaas ihre künstlerische Ausbildung. 1998 erhielt sie in Paris den „Premier prix“ im Fach Kammermusik. Seitdem spielt Susanne Busch regelmäßig bei verschiedenen Orchestern wie dem Niedersächsischen Staatsorchester, der Radiophilharmonie Hannover des NDR und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Von 2005 bis 2010 war sie Konzertmeisterin des Kammerorchesters „Pro Artibus Hannover. Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt auf der historischen Interpretationspraxis. Sie ist Mitglied und stellvertretende Konzermeisterin der „Hannoverschen Hofkapelle“ und seit 2004 Gast im Ensemble „Alta Ripa sowie diversen deutschen Barockensembles, wo sie mit namhaften Künstlern wie Andreas Staier, Christoph Pregardien, Gabriele Hierdeis sowie Enrique Mazzola und Andreas Spering auftrat. Als gefragte Kammermusikerin konzertierte sie beim MDR Musiksommer, den Niedersächsischen Musiktagen, den Brandenburgischen Sommertagen, dem Rheingau Musikfestival, dem Beethovenfest Bonn und dem Braunschweiger Classix Festival. Seit 2000 unterrichtet Susanne Busch Violine an der Musischen Akademie Braunschweig.

Meditationskonzerte im Rittersaal



Auch in diesem Jahr fanden wieder Meditationskonzerte mit Gudrun Peter in der besonderen Atmosphäre des Rittersaales des Herrenhauses Sickte statt.

Ausstellung "Buchimpressionen"



Um fantastische Welten ging es in der ersten Bilderausstellung d. J. Die Sickter Kulturinitiative präsentiert Bilder von Johanna Görlitz im Herrenhaus Sickte. Die Ausstellung wurde am Sonntag, dem 30. Januar 2011 um 15.00 Uhr im Rahmen einer Lesung von der Künstlerin eröffnet. Johanna Görlitz las einen Auszug aus „Das Silmarillion“ von J.R.R. Tolkien.




Johanna Görlitz: "Über mich"...

Seit dem Studium an der Bildkunst Akademie in Hamburg (Abschluss 2003 als Illustrationsdesignerin) arbeite ich vorwiegend mit Acryl auf Papier oder Leinwand. Dabei grundiere ich das Papier mit weiß, das ermöglicht es, die dünn aufgetragenen Farben später mit einem Borstenpinsel an bestimmten Stellen „herauszukratzen“ oder auch ganze Farbflächen mit Wasser anzulösen und bis auf einen zarten Schleier wieder abzutragen. So kann der helle Untergrund hindurchschimmern und die Farben zum leuchten bringen. Farbstifte setzen Akzente und fließen oft auch mit Wasser angelöst in die Farbflächen hinein. Mir ist es wichtig, dass die Farben miteinander harmonieren um ein angenehmes Gesamtbild zu schaffen – auch unabhängig vom dargestellten Motiv.

Obwohl ich das naturalistische Zeichnen / Malen sehr gut beherrsche, genügt es mir heute nicht mehr, mich auf diese Weise auszudrücken. Ich male zwar immer noch figürlich, doch abstrahiere ich z.B. gern den Hintergrund, indem ich mit unterschiedlichen Horizontlinien spiele. Die Perspektive ändert sich in der Natur für den Betrachter, sobald sich dieser auch nur um eine Kleinigkeit bewegt. Darum, habe ich mal jemanden sagen hören, existiert Perspektive eigentlich nicht. Mir macht es Spaß, die perspektivischen Regeln zu umgehen und verschiedene Ansichten darzustellen. Jedes Bild kann also Blickwinkel aus unterschiedlichen Perspektiven vereinen.

Meine Lieblingsmotive sind menschliche Figuren, und die Anregungen für neue Motive kommen aus den unterschiedlichsten Quellen. Das können Bücher, Filmszenen, landschaftliche Besonderheiten sein. Auch die Figuren abstrahiere ich gern soweit, dass ich die Gesichter häufig „leer“ lasse, damit Körperhaltung, Gestik und Farbstimmung für sich sprechen können. Diese Malweise geschieht u.a. aus dem Wunsch heraus, dass der Betrachter immer auch die eigene Fantasie spielen lassen kann und soll – ich selbst bin bei fremden Illustrationen häufig von den Gesichtern enttäuscht, wenn sie meinen eigenen Vorstellungen unähnlich sind. Weiterhin lasse ich gern Figuren und Umgebung an bestimmten Punkten miteinander verschmelzen – wo beginnt der Mantelsaum, wo endet die Uferzone? Auch dies kann der Betrachter für sich selbst entscheiden.

Schon seit meinem 12. Lebensjahr bin ich von Tolkiens Werken begeistert und stelle hier am liebsten ruhige Szenen dar, die am Rande der großen bekannten Handlung (etwa aus „Der Herr der Ringe“) spielen und eher wenig bekannt sind – einfach, weil derartige Motive noch nicht so abgenutzt bzw. „präsent in den Köpfen“ sind. Umso leichter können solche Motive zum Nachdenken anregen.

Ich würde mir wünschen, dass meine Bilder beim Betrachter diese Wirkung haben.

Link: Johanna Görlitz

Musik für Menschenrechte

"Far, far from each other..."
Musik für Menschenrechte
Benefizkonzert für Amnesty International
Link: AI-Braunschweig



Bewegendes Konzert im Herrenhaus Sickte
Musik erklang für Menschenrechte




Antje Siefert (Mezzosopran), Ann Schneidt (Viola) und Sybille Hempel-Abromeit (Klavier) gaben am 5. Februar 2011 ein Benefiz-Konzert für Amnesty International. Irene Albrecht, Sprecherin der AI-Gruppe in Wolfenbüttel, begrüßte die Gäste im voll besetzten Rittersaal des Herrenhauses Sickte. Sie dankte den Musikerinnen für ihr Engagement und stellte kurz die Arbeit ihrer Gruppe vor. Eingebettet in Kunstlieder von Johannes Brahms, Edward Elgar, Frank Bridge und Benjamin Britten war die Sonate für Viola und Klavier opus 147 von Dmitri Schostakowitsch. Die so genannte „Bratschen-Sonate“ war das letzte Werk des russischen Komponisten, der selbst ein Verfolgter eines diktatorischen Regimes war. In dieser Sonate spiegeln sich alle Facetten menschlichen Lebens: Glück, Freude, Tragik, Angst, Öde. Töne formen sich in diesem Werk von Intervallen zu Motiven und entwickeln Melodisches.

Ann Schneidt (Viola) Ensemblemitglied und Solobratschistin im Orchesters des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München und die Braunschweiger Pianistin Sybille Hempel-Abromeit berührten mit ihrer Interpretation des anspruchsvolles Werkes die Herzen der Zuhörer. Im zweiten Teil des Konzertes eroberte die Braunschweiger Mezzosopranistin Antje Siefert die Herzen der Zuhörer. Die Konzertsängerin begeisterte durch ihre ausdrucksstarke Stimme, ihr Timbre, Fülle der Töne mit denen sie die Lieder zum Vortrag brachte. Für das herausragende glanzvolle Konzert gab es minutenlangen Applaus.

Amnesty hat dieses Festkonzert im Jubiläumsjahr verdient. Die Menschenrechts-organisation besteht seit 1961 in Deutschland. Sie tritt weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte ein und wendet sich gegen Menschenrechtsverletzungen an den Brennpunkten der Welt. Amnesty ist keiner Partei und keiner ideologischen Richtung verpflichtet und finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Der weitaus größte Teil der MitarbeiterInnen ist ehrenamtlich tätig, so auch die Mitglieder der Wolfenbütteler Gruppe. Samtgemeindebürgermeister Dr. Arne Pautsch, Schirmherr der Veranstaltung, dankte für das besondere Konzert im Herrenhaus Sickte. mr



Sybille Hempel-Abromeit, Klavier

Geboren in Tübingen, studierte sie an den Musikhochschulen in Freiburg i.Br.
und München Klavier und entdeckte früh ihre besondere Vorliebe für das Zusammenspiel in jeder Form. Liedbegleitung und Kammermusik wurden ihre Schwerpunkte und führten zu zahlreichen Konzerten im In- und Ausland. Ihre musikalische Spannweite erstreckt sich von der Renaissance bis zu Uraufführungen zeitgenössischer (auch gewidmeter) Werke. Von Triobesetzungen über Sonatenabende, Klavier-Duo, Begleitung von Schauspielern und Tänzern bis zu Soloabenden und immer wieder
Liedbegleitung spielte sie in den unterschiedlichsten Besetzungen.



Antje Siefert, Mezzosopran
Die Braunschweiger Mezzosopranistin Antje Siefert studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Mayling Konga und am Conservatorium van Amsterdam bei Margreet Honig und Jard van Nes. Außerdem besuchte sie Meisterkurse bei Judith Beckmann, Maria Kowollik (zeitgenössische Musik) und Gisela May. Antje Siefert ist vor allem im niedersächsischen Raum als Konzertsängerin aktiv und mit stets wechselnden romantischen und modernen Liedprogrammen zu hören. Sie singt in einem Braunschweiger Ensemble für Alte Musik, dem A-capella-Gesangsquartett Vokal 16 und gastiert in dem Hildesheimer Tango-Ensemble Faux Pas. Von 2008 bis 2010 war Antje Siefert am Theater für Niedersachsen Hildesheim engagiert. Sie ist Mitglied des Stuttgarter Kammerchors unter Frieder Bernius sowie der Rheinischen Kantorei unter Hermann Max und hierüber an zahlreichen Konzerten internationaler Musikfestivals sowie CD-Einspielungen beteiligt.



Ann Schneidt, Viola
In San Diego (California) geboren, studierte Ann Schneidt zunächst in Amerika, bevor sie ein Fulbright-Stipendium nach Deutschland und zu Georg Schmidt an die Hochschule für Musik in München und zu Bruno Giuranna an die Musikhochschule nach Detmold führte. Sie ist seit 1978 im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, wo sie heute Solobratschistin ist. Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit gibt sie regelmäßig Kammermusik-Kurse auf den Äußeren Hebriden in Schottland.

Renate von Rosenberg



Im Rahmen einer Autorenlesung stellte Renate von Rosenberg im Februar 2011 ihren neuen Roman "Ich - Paganini!" vor. Die Autorin wurde 1938 in Berlin geboren, veröffentlichte vier Jugendbücher bei Arena (Würzburg), Hoch (Düsseldorf) und Jugend und Volk (München/Wien)unter ihrem Mädchennamen Renate von Rosenberg.Seit 1963 ist sie mit dem Arzt Dr. Peter Dangschat verheiratet, mit dem sie in Wolfenbüttel bei Braunschweig lebt. Sie hat drei erwachsene Kinder. Lange Jahre war sie als freiberufliche Journalistin tätig. Sie schrieb Essays und Kurzgeschichten. 2008 veröffentlichte sie ihren historischen Roman "Ein Schloss für Sophie - Roman aus der Zeit Friedrich des Großen" sowie eine Kurzgeschichte in einer Anthologie. 2009 erschien ihr roman "Antonia - die schöne Polin" über das Leben und Lieben am Hofe August des Starken. Und schließlich ihr Künstlerdrama "Ich - Paganini!" Beide im Dresdner Buchverlag.

Zum Inhalt des Buches:
Paganini! Der größte Violinkünstler seiner Zeit erntete zu Beginn des 19. Jahrhunderts in ganz Europa enthusiastische Beifallsstürme. Besonders die Frauen lagen ihm zu Füßen. Paganini ist auch das Vorbild des schwedischen Geigenprofessors Samuel Sendmann. Der eifert dem Italiener wie besessen nach: Virtuosität, musikalische Schaffenskraft, zahlreiche Frauen. Dabei wünscht er sich mehr und mehr in die Haut seines Idols. Gegen Ende seiner Karriere sucht Sendmann gemeinsam mit seiner Ehefrau Hannah Ablenkung während einer Reise nach Sizilien – natürlich immer auf Paganinis Spuren. Dort kauft das Paar eine alte Villa und Sendmann wird zum Aussteiger: neues Leben, neues Umfeld, neue Namen. Doch ein Brief aus Schweden unterbricht jäh die neu gewonnene Idylle. In diesem Buch dreht sich alles um Paganini – eine sich dramatisch entwickelnde Künstlerehe ist die spannende Rahmengeschichte rund um historische Episoden des „Teufelsgeigers“.

Lesung mit Fritz Rubin



Am Sonnabend, dem 2. April las Fritz Rubin im Herrenhaus Sickte. Unter dem Motto: "Mitten im Leben - wir sind dann mal da"! war Melancholisches, Nachdenkliches und Heiteres, gewürzt mit einem Schuss Wilhelm Busch, einer Prise Heinz Erhardt und einer Messerspitze Fritz Rubin zu hören. Die Lesung wurde von Gudrun Peter musiklaisch umrahmt und von Doris Otter-Rubin moderiert. Es war eine gelungene Veranstaltung in der auch zu hören war, wie schön es ist ein Großvater zu sein...



"Schreiben und Lesungen sind mein Lebenselixier", sagt Fritz Rubin, der am 22. August 1938 in Braunschweig geboren wurde und seine Jugend- und Schulzeit in der alten Herzogstadt Wolfenbüttel verbracht hat.

"1958 trat ich in den Polizeidienst des Landes Niedersachsen (vornehmlich im Bereich Personenschutz) ein und war zuletzt Pressesprecher der Polizei Goslar, bis ich 1998 in den Ruhestand ging. Halter von drei Graupapageien PEDRO, KASIMIER und GRETE. Die Pensionierung nutze ich zusammen mit meiner Frau, dieses Hobby intensiv zu pflegen.

Mich selbst beschreibe ich als "Optimisten" und "Happy Oldie".Ernest Hemingway, Wilhelm Busch, Eugen Roth, Joachim Ringelnatz, Heinz Erhardt, James Krüss, um nur einige zu nennen, sind meine Lieblingsschriftsteller.

Meine ersten Gedichte schrieb ich 1985 auf Baltrum, es folgten Kurzgeschichten, "Der Weihnachtsmann, der Willi hieß" (1997), "... und für uns ist das ein Wunder!" (2001), danach "Vier Graupapageien und ein Happy Oldie"(2001),dann ""Vom Glück, Großvater zu sein"(2003)sowie die beiden Lyrikbände "Erlebtes Leben"(2004 und 2005), Einzeltexte wurden in acht Anthologien veröffentlicht."

Auf ca. 200 Lesungen kann Fritz Rubin verweisen: u. a. in Leipzig (5x in Folge auf der Buchmesse), Köln, Freiburg, München, Braunschweig, Wolfenbüttel, Goslar, Salzgitter, Vienenburg, Besigheim, Ottmarsheim, Mundelsheim, Helgoland, Baltrum, Norderney, Langeoog, Wangerooge, Liebenburg, Hötzum, Donauwörth, Berlin, Seesen, Hildesheim und andere mehr.

Kontakt:
Fritz Rubin Eschenring 1, 38704 Liebenburg - Othfresen
Tel: 05346 - 6199
Email: fritzrubin@online.de
Internet: Fritz Rubin

Lesemarathon 2011




Am 17. April 2011 war es wieder soweit, bereits zum 6. Mal fand der "Lesemarathon" zum internationalen Welttag des Buches statt im Hötzumer Bücherhof statt. Erneut erwies sich das große Lesefest als Besuchermagnet. Wir danken allen VorleserInnen, die mit ihren Beiträgen zum Gelingen des Lesemarathons beigetragen haben.

St. Petersburger Harmonie

Freitag, den 21. Oktober 2011
Rittersaal im Herrenhaus Sickte



Schon zweimal war die St. Petersburger Harmonie zu Gast in Sickte. Nach begeisternden Konzerten in den Jahren 2006 und 2008 kommt das a-cappella-Sextett im Rahmen der diesjährigen Tournee wieder nach Sickte. Die Konzertbesucher dürfen sich erneut auf erstklassigen Gesang und Interpretationen klassischer Meisterwerke freuen. Das Ensemble singt unter der Leitung von Alexandre Andrianov. Er ist Gründer, Initiator und Dirigent der St. Petersburger Harmonie.

Kinder-Bürgermusik 2011



Am 6. November 2011 fand zum 27. Mal die "Kinder-Bürgermusik" in Sickte statt. Junge Musiktalente stellten ihr Können in einem Gemeinschaftskonzert unter Beweis. Mitwirkende waren Flötengruppen und Solo-Instrumentalisten.



Musikalisch geleitet wurde die Kinder-Bürgermusik von Gisela Schneider (Klavier, Kinder- u. Jugendkantorei Sickte, Flöten), Hedwig Struppek (Flötengruppen, Kinderchor Hötzum) und Olga Hoffmann(Keyboards). In diesem Jahr zum letzten Mal vom ausscheidenen Bürgermeister Dieter Lorenz moderiert.

Jahresabschlusskonzert 2010

800 Euro für MS-Aktiv-Haus Braunschweig e. V



Es war ein bewegender Moment als Gero Wolter sagte: „Ich widme mein Konzert Mikel.“ Mikel starb in diesem Jahr an Multipler Sklerose (MS). Sein Schicksal steht Pate für die Initiative MS-Aktiv-Braunschweig e. V. Der Verein wurde von Jola Steinkopf gegründet. Er engagiert sich für den Bau eines Hauses für junge Menschen, die an MS erkrankt sind. Das Haus soll nicht abseits stehen, sondern mitten in der Stadt – mitten im Leben. Es gibt in der Region noch keine spezifisch eingerichteten Häuser für junge MS-Erkrankte. Können sie nicht mehr im häuslichen Bereich betreut werden, kommen sie in Altenpflegeheime. So erging es auch Mikel. Mit 50 kam er ins Seniorenheim. Sieben Jahre wurde er hier gepflegt, bis ihn seine Kräfte verließen. Einst selbst Musiker, liebte Mikel die Musik in all ihren Facetten. Musik zu hören, war das einzige was er bis Schluss tun konnte. Rund 800,- € kamen beim Benefizkonzert zusammen, die Gero dem Verein übergeben konnte. Und er gab noch etwas und zwar ein Versprechen. Im nächsten Jahr soll seine neue CD erscheinen. Diese wird von allen Fans des „Loungepiano by Gero!“ sehnsüchtig erwartet. In seinem Konzert, gab es Kostproben. Gero stellte neue Songs und Instrumentalstücke vor, die er meisterlich improvisierte. Die Zuhörer waren begeistert, forderten noch mehr Musik - im unverwechselbaren „Gero-Sound“. Auch besinnliches hatte Gero im Repertoire und stimmte die zahlreichen Zuhörer im Rittersaal des Herrenhauses mit „Stille Nacht“ auf das Weihnachtsfest 2010 ein. Zu diesem Jahresabschlusskonzert hatte die Sickter Kulturinitiative eingeladen. Klavierbaumeister Harald Gerecke aus Sickte hatte den Konzertflügel zur Verfügung gestellt. mr

MS-Aktiv-Haus

Tag des offenen Denkmals 2010



Am Sonntag, dem 12. September hatte das Herrenhaus Sickte anlässlich des Denkmaltags 2010 seine Türen für Besucher geöffnet. Es wurden Führungen angeboten. Im Foyer des Hauses präsentierte die Sickter Kulturinitiaitve eine Ausstellung. Der Tag klang mit einem Konzert im Rittersaal aus.


Im Bild: Dr. Arne Pautsch (links) und Günter Künne (rechts).

Chronist und Fotograf Günter Künne hatte die dokumentarische Ausstellung anlässlich des 300jährigen Jubiläums des Hauses zusammengestellt. Bereits 2005 und 2007 war Künne zum Thema „Sickte gestern und heute“ mit Ausstellungen im Herrenhaus zu Gast. Günter Künne führte Verwaltungschef Dr. Arne Pautsch durch die Ausstellung. Pautsch, der den desolaten Zustand des Hauses noch aus Kindertagen kannte,war von der Ausstellung beeindruckt. Er dankte für die gelungene Präsentation und für die vielen interessanten Informationen. Das Herrenhaus Sickte ist seit 1996 Sitz der Sickter Verwaltung. Eigentümerin des Hauses ist die Gemeinde Sickte. Die Geschichte des Hauses ist geprägt von glanzvollen Zeiten, Zeiten des Verfalls und neuer Nutzung nach aufwendiger Instandsetzung.

Werkschau Sophie Weber-Schülin

Die Sickter Kulturinitiative präsentierte bis zum 9. Juli 2010 eine Werkschau der Braunschweiger Künstlerin Sophie Weber-Schülin, die großen Zuspruch fand. Wir danken der Künstlerin für die gelungene Ausstellung im Herrenhaus Sickte.

Konzert im Schumann/Chopin Gedenkjahr

Von der Poesie der Musik

Poet sein heißt schöpferisch, schaffend tätig sein. Für Robert Schumann war die Musik ein poetisches Ganzes, das innere und äußere Welten erschafft und beschreibt. Seine Musik trägt starke autobiografische Züge. Kunst um der reinen Fertigkeit willen hat er abgelehnt. Der Dichter August Wilhelm Schlegel beschreibt in diesem Sinn das Poetische als ein Symbolisieren der Kunst, das für etwas Geistiges eine äußere Hülle sucht oder ein Äußeres auf ein unsichtbares Inneres bezieht.

Am Sonntag, dem 30. Mai 2010 um 17.00 Uhr liesen Ralph Beims, Bariton, und Martin Bujara, Klavier, im 200. Geburtsjahr Kompositionen erklingen, die Robert Schumanns poetische Kraft und Fantasie zeigen. Es erklingen der Liederkreis nach Joseph von Eichendorff und ausgewählte Lieder nach Johann Wolfgang von Goethe. Eine ähnliche Auffassung von Musik wie Schumann hatte Frédéric Chopin, der ebenfalls 1810 geboren wurde. Er hat seine Ballade F-Dur, die auch im Konzert erklang, seinem Freund Robert Schumann gewidmet. Chopins Preludes, seine Nocturnes und selbst seine Etüden sind poetische Schöpfungen von größtem Zauber. Auch hiervongab es im Konzert Kostproben.



Ralph Beims hat seine sängerische Ausbildung bei Hanna Matthies in Heidelberg erhalten und seine Kenntnisse bei Peter Kooy vertieft. Er konzertiert in Norddeutschland als Lied- und Oratoriensänger.



Martin Bujara hat an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover seine Ausbildung zum Instrumentallehrer und Konzertpianisten in der Klasse von Karl-Heinz Kämmerling absolviert. Er leitet seit 2002 die Musikschule im Bildungszentrum des Landkreises Wolfenbüttel.

Beide Künstler haben im Rahmen des Festivals „Tastentaumel“ 2006 und 2008 im Herrenhaus Sickte konzertiert.

Songs mit Swing und Seele



Gepflegte Gedanken und erinnerungsfähige Popmusik präsentierte der Gitarrist, Sänger und Songschreiber Michael Strauss am Sonntag, 12. September 2010 Rittersaal des Herrenhauses Sickte. Am Tag des offenen Denkmals hatten Besucher die Gelegenheit Musik im 300 Jahre alten Barocksaal zu hören.

Michael Strauss spielte Stücke aus seiner aktuellen CD „Blauer Mond“. Die Zuhörer durften sich entspannt zurücklehnen, um die Songs mit Swing und Seele von Michael Strauss zu genießen. „Ach könnten wir die Herzen erwärmen und die Krieger zum Frieden bekehren“, singt Strauss, der in seinen Lyrics Alltagserfahrungen und Gedanken zur Zeit verarbeitet. Die Melodien, die er zu seinen Liedern komponiert, unterstreichen Gedanken und Textzeilen. Strauss greift verschiedene Themen auf, singt von Liebe und im wahrsten Sinn des Wortes von „Gott und der Welt“. „Espresso mit Gott“ lautet ein Titel, in dem es um ein Zwiegespräch mit dem Schöpfer geht: „Es gibt so viele Dinge auf der Welt, die ich auch oft nicht versteh - Komm, wir trinken Sonntag mal mit dem lieben Gott Kaffee.“ Poetisch und einfühlsam präsentiert Strauss seine Musik, die von allem etwas hat: Blues, Schwing, Soul, Pop und Jazz oder besser gesagt, einen persönlichen Stil mit Charisma und Wiedererkennungswert. Strauss singt ausschließlich deutschsprachig, sodass sich den Zuhörern die Botschaften erschließen. Diese verpackt in eingängigen Songs kamen beim Publikum in Sickte bestens an.


Link: Michael Strauss

Konzert SAITENWIND



Am Freitag, dem 13. August 2010 präsentierte die Sickter Kulturinitiative ein Konzert mit dem Duo "SAITENWIND". SAITENWIND, ist eines der erfolgreichsten Song-Duos unserer Region. Bei einer Teilnahme an einem bundesweiten Wettbewerb für Song und Gitarre, an dem 164 Gruppen teilnahmen, kam das Duo auf Anhieb auf den 6. Platz und gehört seitdem zum festen Bestandteil der Gitarren- und Lieder-Szene. Die Musik von Saitenwind spricht eine breite Hörerschicht an, denn sie ist eine Mischung aus akustischer Gitarrenmusik, Liedern und Folksongs. Mit ihren Arrangements der Songs von James Taylor, der Lieder von Hannes Wader, Mario Hene, Heinz-Rudolf Kunze und anderen Songwritern, sowie Instumentalbearbeitungen von Gitarristen wie Leo Kottke, John Fahey und Marcel Dadi, hat Saitenwind einen eigenen Stil entwickelt. Das zeigt sich besonders in der Gestaltung der Rockballaden von Heinz-Rudolf Kunze und den Phudys. Diese bekommen eine eigene Saitenwind-Klangfarbe, die das Publikum auch in Sickte begeisterte.

Shakespeare in Music



Die Stücke William Shakespeares stecken voller Musik: Ob Falstaff, Ariel oder Ophelia: Es findet sich kaum eine Rollenfigur, denen der Autor nicht auch ein Lied auf die Lippen schrieb. Ganz zu schweigen von den vielen inhaltlichen Anspielungen auf die Musik seiner Zeit. Das Repertoire in Shakespeares Bühnenstücken reichte dabei von gängigen Gassenhauern bis zu den kunstvollen Lautenliedern eines John Dowland oder Thomas Morley. Das Konzert „Shakespeare in Music” dargeboten vom Ensemble Recercada versetzte die Zuhörer am 21. August 2010 die in die klingende Welt der Shakespeare-Ära um 1600 zwischen derben Bühnenschlager und melancholischer Kunstmusik.

... Königlicher Besuch im Herrenhaus Sickte. Queen Katherine, Protagonistin in Shakespears Drama Henry VIII betritt den Rittersaal. Ein Lautenspieler sitzt in der Ecke und spielt. Vor der Tür erklingt Musik auf der Violone. Katharine singt und entführt die Hörer in eine andere Epoche, in das Elisabethanisches Zeitalter, in die Welt von William Shakespeare.

Der barocke Saal im Herrenhaus Sickte bot das perfekte Ambiente das Programm „Shakespeare in Music“. Dargeboten wurde Englische Theatermusik um 1600 mit Werken von Thomas Morley und John Dowland, sowie von Diego Ortiz. Das Ensemble „Recercada“ hat sich der alten Musik verschrieben. Im Jubiläumsjahr des Herrenhauses Sickte sorgten die Ausführenden Mia Mirén Paulus (Sopran), Christian Horn (Violone) und Simon Paulus (Laute und Barockgitarre) für einen weiteren Veranstaltungshöhepunkt. Simon Paulus führte in die Werke ein. Er erläuterte die Verbindungen der weltbekannten Theaterklassiker aus Shakespears Feder zur Musik jener Ära. Alle Stücke wurden in englischer Sprache gesungen. Übersetzung für die Zuhörer gab es im Programmheft. Mia Mirén Paulus bot mit ihrer timbrierten Sopranstimme faszinierende Gesangskunst dar. Mittels kleiner Accessoires schlüpfte sie in verschiedene Rolle. Schauspielerische Gesten unterstrichen ihre Interpretationen. Sie schuf einen Spannungsbogen von charmant kokettierend bis melancholisch getragen. Bei dieser Präsenz geriet das Spiel beiden Musiker fast zu einer Nebenrolle. Aber nur fast. Simon Paulus und Christian Horn waren nicht nur perfekte Begleiter der Sopranisten, sondern auch Perfektionisten auf ihren Barockinstrumenten, was sie bei verschiedenen Instrumetals bewiesen. Am Ende des szenischen Konzertes lockte ein „lustiges Weib aus Windsor“ die beiden Musiker wieder aus dem Saal. Das Publikum wiederum lockte Sängerin und Musiker zum „Da Capo“ zurück. Bravorufe und minutenlanger Applaus bestätigten, das vier Jahrhunderte alte Musik so ausgezeichnet aufgeführt, immer noch ein besonderer Hörgenuss ist.

Ensemble Recercada:
Mia Mirén Paulus, Sopran
Christian Horn, Violone
Simon Paulus, Laute und Barockgitarre

Kunst aus Neuerkerode



Vom 20. August bis 26. September 2010 präsentierte die Sickter Kulturinitiative die Bilderausstellung "Sommerimpressionen" der Kunstwerkstatt Villa Luise aus Neuerkerode im Herrenhaus Sickte.

Seit Sommer 2010 stehen den 40 Beschäftigten der Kunstwerkstatt in der Villa Luise in Neuerkerode moderne Werkstatträume und eine Galerie zur Verfügung. Der Name Villa Luise ist Erinnerung an die Mitbegründerin der Evangelischen Stiftung Neuerkerode: der Braunschweiger Ehrenbürgerin Luise Löbbecke.

Die Bilder sind der Neuerkeröder Künstlerinnen und Künstler sind direkt, pur und ausdrucksstark. Als „Art Brut“ oder auch „Outsider-Art“ bezeichnet, ist diese eigene Stilrichtung mittlerweile in der Fachwelt anerkannt und nachgefragt. Wer sich einlässt auf diese Kunstrichtung, dem eröffnet sich eine spannende Welt, in der sich Realität und Vision begegnen.

Kontakt:
Evangelische Stiftung Neuerkerode
Kunstwerkstatt Villa Luise
Volzumer Strasse 10
38173 Sickte-Neuerkerode
Tel. (05305) 201 336

Quilt-Ausstellung 2010



Am 28. und 29. August 2010 präsentierte die Sickter Kulturinitiative eine
Quilt-Ausstellung der Patchworkgruppe „Brunswiek-Stars“.

Die Brunswiek-Stars sind eine Gruppe Frauen aus der Region Braunschweig / Wolfenbüttel, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Patchen und Quilten treffen. Die Gruppe wird in diesem Jahr „volljährig“. Anlässlich des 18jährigen Bestehens zeigten die Brunswiek-Stars eine Werkschau mit ca. 100 Quilts.

Bekannt sind die Brunswiek-Stars durch ihre Aktion „Herzkissen für Brustkrebspatientinnen“. Frauen, mit der Diagnose Brustkrebs bekommen im Krankenhaus ein Herzkissen geschenkt. Die Kissen erfüllen einen praktischen Zweck, denn unter dem Arm getragen dämpfen sie Stöße und lindern Schmerzen nach der OP. Die Idee, solche Kissen zu nähen, brachte eine dänische Krankenschwester aus den USA mit. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Patchworkgruppen, die sich an dieser Aktion beteiligen. Die Brunwiek-Stars versorgen seit September 2009 die Kliniken Celler Straße und Marienstift in Braunschweig mit den Kissen. Über 200 wurden bereits überreicht.

Kontakt:
Patchworkgruppe Brunswiek-Stars
www.brunswiek-stars.com
Irmtraud Diem, Telefon: 05305/2674

Vortrag "Prominentengräber"



Dr. Claus Harmsen ist von Haus aus Rechtsanwalt, beschäftigt sich aber seit mehr als 30 Jahren mit Gräbern bekannter Persönlichkeiten und versteht die Beschäftigung hiermit als Bildungsauftrag. 1998 gründete er in Paris die Photoagentur stones & art, die inzwischen Bestandteil des gleichnamigen Vereins für Grab und Erinnerungskultur ist. Dieser in Erkerode ansässige Verein verfügt über eine exzellente Bibliothek zum Thema Tod und Trauer und mehr als 3000 Grabfotos. Am 10. September 2010 hielt Dr. Harmsen einen interssanten Vortrag über Prominetengräber im Herrenhaus Sickte. Hierzu hatte die "SiKKi" eingeladen.

Vor zwei Jahren hat Claus Harmsen zusammen mit der damaligen Bischöfin Käßmann in der Kreuzkirche in Hannover den Festvortrag zur Jahrestages des Bundes deutscher Friedhofsgärtner gehalten und referiert regelmäßig u.a. auch an Schulen zum Thema Gräber bekannter Persönlichkeiten mit hohem Informationsgehalt und zum Teil amüsanten Details.

Link: stones & art

Krimi-Dinner im Rittersaal



Zu einem außergewöhnlichen Abend hatte die Sickter Kulturinitiative am 23. Oktober 2010 eingeladen. Vier Autorinnen aus der Region wurden vorgestellt, die ein gemeinsames Hobby pflegen – Mord! Doch keine Angst, die mörderischen Gedanken spielten sich lediglich auf dem Papier ab, denn das Schreiben von Krimigeschichten ist ihre wahre Passion. Schon einmal war das Herrenhaus Schauplatz eines Mordes, in dem Spielfilm "Verbrechen mit Vorbedacht“. Beim „Krimi-Dinner“ wurden gleich mehrere „mordsgute“ Geschichten serviert und aufgetischt.

Kinderbürgermusik 2010



Die Sickter Bürgermusik hat eine lange Tradition. Im letzten Jahr fand das 25. Konzert statt. Auch im Jubiläumsjahr des Herrenhauses Sickte stellten junge Musiktalente ihr Können in einem Gemeinschaftskonzert unter Beweis. Mitwirkende am 7. November 2010 waren Flötengruppen und Solo-Instrumentalisten. Die Zuhörer erlebten ein fröhliches und abwechslungsreiches Konzert im Rittersaal.

Die musikalische Leitung hatten Olga Hoffmann (Keyboards), Gisela Schneider (Klavier) und Hedwig Struppek (Flöten).Das Konzert wurde von Bürgermeister Dieter Lorenz moderiert.

Konzert "Les Heureux Moments"

Französische Barockmusik
Konzert mit dem Gamben-Duo "Les Heureux Moments"
Sonntag, den 31. Oktober 2010 um 17.00 Uhr
Rittersaal im Herrenhaus Sickte



Nachdem Sie eine zeitlang vorwiegend solistisch tätig waren, beschlossen Kerstin-Christiane Olfe und Christine Brelowski sich im Sommer 2009 als Gamben-Duo „Les Heureux Moments“ zusammenzutun. Dem Ensemble geht es in der momentanen Besetzung vor allem um die Pflege der französischen Musik des 17./18. Jahrhunderts, der Musik Versailles, dem Hof des französischen „Sonnenkönigs“ Louis XIV., der Blütezeit der Viola da Gamba. Das derzeitige Programm des Ensembles umfasst Kompositionen von Marin Marais, Monsieur de Saint Colombe le fils, François Couperin und Louis de Caix d'Hervelois.

Kerstin-Christiane Olfe
studierte Renaissance- und Barocktraverso (Querflöte) in Belgien, Frankreich, den Niederlanden und erhielt ihren Unterricht von Patrick Beuckels (Gent), Marc Hantai (Paris), Philippe Allain-Dupré (Toulouse) und wilbert Hazelzet (Den Haag, Utrecht). Bei Wilbert Hazelzet beendete sie 2007 ihre Studien mit dem Masterdiplom. Meisterkurse wurden u. a. besucht bei Karl Kaiser (Frankfurt) und Barthold Kuiken (Brüssel); 2002 aktive Teilnahme an den Magdeburger Telemann-Festtagen. Unterricht auf der Viola da Gamba folgte. Zu Beginn eine kurze Zeit bei Sophie Watillon (Brüssel), nach deren vorzeitigen Tod wurde Phillippe Pierlot (Brüssel) ihr Lehrer. Kerstin Olfe war an verschiedenen Buxtehude-Projekten in Deutschland beteiligt u. a. „Membra Jesu Nostri“ und „Das jüngste Gericht“. In Antwerpen/Belgien spielte sie 2006 mit in der Barockoper-Produktion „La Dafne“ von Marco da Gagliano unter der musikalischen Leitung von Frank Agsteribbe. Sie tritt regelmäßig mit kleinen Kammermusik-Ensembles im In- und Ausland auf. Im Sommer 2009 gründete Kerstin Olfe zusammen mit der Gambistin Christine Brelowski das Gambenduo „Les Heureux Moments“, das sich vorweigend der französischen Barockmusik des 17./18. Jahrhunderts widmet.

Christine Brelowski studierte Musik mit den Hauptfächern Viola da Gamba und Blockflöte in den Niederlanden und Belgien. Sie besuchte Meisterkurse u. a. bei Wieland Kuijken (Brüssel) und Pedro Memelsdorf (Bologna). Außer dem Schwerpunkte Barockmusik widmete sie sich der Aufführung früher Musik des 15./16. Jahrhunderts und der zeitgenössischen Musik. CD´s wurden aufgenommen mit dem niederländischen Ensemble „The Spirit of Gambo“, mit welchem sie auf internationalen Podia konzertiert. Als Mitglied von „Trio Dolce“ ist sie bekannt für ihre Aufführungen von Musik des 20./21. Jahrhunderts. Für sie schrieb der Komponist John Cage das Werk „Three“, eine seiner letzten Kompositionen. Im Jahr 2007 erschein eine CD mit diesem und einem früheren Werk des Komponisten. Seit dem Jahr 2000 hat Christiane Brelowski neben ihrer freiberuflichen Laufbahn die Lehrtätigkeit für beide Instrumente an der Städtischen Musikschule Braunschweig inne.

Songs & Poems




Vom depressiven Sandkorn und der Suche nach der Liebe
„Songs & Poems“ von Volker Wendt und Alex Dorenberg


Zu Gast bei der Sickter Kulturinitiative waren am 9. April 2010 der Wolfenbütteler Lyriker und Autor Volker Wendt und der Musiker Alex Dorenberg. Ihr Programm trug den Titel „Songs & Poems“. Die Gengres Musik und Lesung passen gut zusammen. Diese Tatsache unterstrichen Wendt und Dorenberg mit ihrem Projekt. Sie überzeugten mit ausdrucksstarken Balladen und tiefsinnig, wortgewandter Lyrik. Der Braunschweiger Sänger und Musiker Alex Dorenberg hat seine Zelte seit kurzem in Berlin aufgeschlagen. Er schreibt und komponiert eigene Songs. Sie heißen: „Where is your love“, „Under the sea“ oder „Sun“. Seine Musik geht unter die Haut, prägt sich ein. Dorenberg moduliert seine Texte, Stimme und eigene Gitarrenbegleitung sind ausdrucksstark und gefühlvoll.

Wendt artikuliert seine Gedanken in blitzsauberer lyrischer Form. Er spielt und zaubert mit Worten. Auf diese Weise fördert er wie er sagt, „fantastische Skurrilitäten“ zutage, wie die vom „depressiven Sandkorn“ oder der geheimnisvollen „61. Sekunde“. Nicht nur im Wechsel, sondern auch gemeinsam trugen sie etwas vor. So die Geschichte von der Schnecke, gesprochen in verteilten Rollen sowie das Lied vom Mond. Dieser kam besonders gut beim Publikum an. Wendt hat das Gedicht und die Vertonung geschrieben. Beim Proben schrieb Dorenberg spontan die 2. Stimme dazu. Beide Stimmen harmonierten perfekt, zur Freude der Zuhörer. Die forderten das poetische Lied noch einmal als Zugabe ein. Bevor bei Nacht die Wölfe heulten und die Turmuhr leise schlug, wie es im Gedicht von den Eulen heißt, wurde die gelungene Veranstaltung beendet. Wendt hat bereits mehrere Gedichtbände und einen Roman im Selbstverlag veröffentlicht. mr



Alex Dorenberg macht seit 1996 Musik. Zunächst im Progressive Rock zu Hause, pro-bierte sich der gebürtige Braunschweiger auch in anderen Genres aus und bekam im Rahmen des Radio ffn-Wettbewerbs “New Sensation” sowie als Finalist des “Local Hero”- Wettbe-werbs der Brauerei Feldschlößchen die Mög-lichkeit, seine Musik einem größeren Publikum vorzustellen. Sein musikalisches Zuhause fand Alex schließlich im Akustikpop, u. a. als eine Hälfte des Duos “Lagerfeuer”. Heute ist Alex solo mit seiner Gitarre da. Man darf sich auf ausdrucksstarken Gesang, besondere Melodien, Melancholisches und Verträumtes freuen.

Link: Dorenberg



Volker Wendt hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten der “klassischen Lyrik” im Stile Morgensterns verschrieben und bisher vier Gedichtbände veröffentlicht. Mit dem Buch “Das Licht der dunklen Tage” konnte sich der Wolfenbüttler 2004 bei der ZDF-Aktion “Unsere Besten – Das große Lesen” unter die ersten 1000 platzieren. Es folgten Lesungen in ver-schiedenen norddeutschen Städten, Präsentationen auf der Leipziger Buchmesse, Preise bei Lyrik-Wettbewerben und 2009 sein erster Roman “Das Buch Helicis”, aus dem er heute mit Alex gemeinsam lesen wird.

Link: Volker Wendt