
Am 9. April 2011 war Holger Mantey mit seiner „Piano-Solo-Show“ zu Gast bei der "SiKKi". Der exzellente Konzertpianist faszinierte mit außergewöhnlichen Darbietungen. Die Show bot beste Unterhaltung und Musik vom Feinsten. Dies in einem Spektrum von mittelalterlichen Klängen, über Klassik, bis hin zu zeitgenössischer Musik. Mantey ist Perfektionist. Vollendete Spieltechnik geht bei ihm einher mit kreativer Interpretation. Gewürzt werden seine Konzerte mit kecken Moderationen und Persiflagen. Eigentlich Unmögliches macht dieser Musiker möglich. Bekanntes wird neu präsentiert, versetzt die Zuhörer in Staunen. Dies auch beim Einsatz einer Vuvuzela. Seit der letzten Fußball-WM kennt man deren nervtötende Klänge. Beschäftigt sich jedoch ein Musiker mit der Spaßtröte, entlockt er ihr ganz andere Töne. Mantey kombiniert das Plastikinstrument mit Akkordbrettern auf dem Flügel. Anders als vielleicht erwartet, gerät die ehrwürdige „Ode an die Freude“ wirklich zur Freude der Zuhörer. Auch ein Synthesizer kommt zum Einsatz. Orgelklänge werden erzeugt, leiten Bachs Toccata ein. Blitzschnell wechseln die Tempi. Die Finger des Pianisten wechseln ebenso so schnell, fliegen auf den Tasten zwischen Synthesizer und Flügel hin und her, geben der Toccata noch mehr Pep. Mantey beherrscht aber auch die leisen Töne. Seine eigenen Werke sind gefühlvoll und virtuos komponiert. Sie erzeugen Traumbilder im Kopf. Das musikalische Multitalent erzählt Geschichten auf dem Flügel, entführt seine Zuhörer in fantastische Klangwelten. Mantey gilt in der deutschen Musikszene als einer, der in keine Schublade passt. Stimmt, denn er macht keinen Unterschied zwischen E- und U-Musik. Mantey steht für Musik in voller Bandweite. Er ist darum oft Gast auf internationalen Festivals. In 20 Ländern Europas, Asiens und Afrikas gab es bereits Konzerte, spielte zahlreiche CDs ein und bestritt Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen. Viel Beifall gab es für den Künstler aus Lübeck und drei Zugaben für die Zuhörer. mr

Vita:
Holger Mantey absolvierte von 1980 bis 1985 ein klassisches Klavier-Studium an der Musikhochschule "Hanns Eisler" Berlin in der Klasse von Professor Heinz Zimbehl und Sonja Großmann. 1987 ist das Jahr seiner abenteuerlichen Flucht von Ost nach West. Mantey ging nach Köln und beginnt, sich als Solist einen Namen zu machen. Zahlreiche Konzertauftritte führten ihn auf viele internationale Bühnen und Festivals im In- und Ausland u.a. nach New Dehli, Bangalore, Bombay, Poggibonce, Valladolid, Perugia, Lissabon, St. Petersburg, Vilnius, Ankara, Izmir. Er spielte auf den meisten großen deutschen Festivals. (Deutsches Jazzfestival Frankfurt, Leverkusener Jazztage, Kölner Jazzhausfestival, Jazzfestival Ost-West Nürnberg, Kempener Jazzfrühling um nur einige zu nennen) Der Pianist machte Rundfunk-und Fernsehaufnahmen für den HR, WDR, NDR, 3SAT, BR, DLF, SR, MDR, RBB, Lit.TV, RAI (ital.) Konzertreisen führten ihn in folgende Länder: Indien, Sri Lanka, Bangladesch, Pakistan, Portugal, Italien, Griechenland, Türkei, Zypern, Israel, Guinea, Mauretanien, Elfenbeinküste, Kap Verden, Litauen, Russland, Senegal, Japan, Spanien, Schweden (viele Konzerte in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut).
1993: ARD-Beitrag zum EBU Jazzfestival in Perugia.1995: Gründung des “Duo Total” mit dem Kölner Saxophonisten Matthias Schubert.Mit ihm zusammen gewinnt Mantey 1996 den Preis beim internationalen Wettbewerb für junge Kunst in Düsseldorf.
Mantey arbeitete mit folgenden Musikern zusammen: Burhan Öcal, Laurent Dehors, Christopher Dell , Matthias Schubert, Ramamani, T.A.S.Mani, Ramesh Shotam, u.s.v.m. Es sind von ihm bisher 10 CDs unter eigenem Namen erschienen und einige andere, bei denen Holger Mantey als Gast-Musiker mitwirkte. Mantey gibt Workshops, ist Autor verschiedener Notenausgaben, gibt zusammen mit dem Hamburger Musiker und Verleger Felix Schell das EDM (Elemente der Musik) Fernstudium heraus und gibt jährlich weltweit viele Konzerte als Solist und in anderen Projekten.
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