Konzert im Schumann/Chopin Gedenkjahr

Von der Poesie der Musik

Poet sein heißt schöpferisch, schaffend tätig sein. Für Robert Schumann war die Musik ein poetisches Ganzes, das innere und äußere Welten erschafft und beschreibt. Seine Musik trägt starke autobiografische Züge. Kunst um der reinen Fertigkeit willen hat er abgelehnt. Der Dichter August Wilhelm Schlegel beschreibt in diesem Sinn das Poetische als ein Symbolisieren der Kunst, das für etwas Geistiges eine äußere Hülle sucht oder ein Äußeres auf ein unsichtbares Inneres bezieht.

Am Sonntag, dem 30. Mai 2010 um 17.00 Uhr liesen Ralph Beims, Bariton, und Martin Bujara, Klavier, im 200. Geburtsjahr Kompositionen erklingen, die Robert Schumanns poetische Kraft und Fantasie zeigen. Es erklingen der Liederkreis nach Joseph von Eichendorff und ausgewählte Lieder nach Johann Wolfgang von Goethe. Eine ähnliche Auffassung von Musik wie Schumann hatte Frédéric Chopin, der ebenfalls 1810 geboren wurde. Er hat seine Ballade F-Dur, die auch im Konzert erklang, seinem Freund Robert Schumann gewidmet. Chopins Preludes, seine Nocturnes und selbst seine Etüden sind poetische Schöpfungen von größtem Zauber. Auch hiervongab es im Konzert Kostproben.



Ralph Beims hat seine sängerische Ausbildung bei Hanna Matthies in Heidelberg erhalten und seine Kenntnisse bei Peter Kooy vertieft. Er konzertiert in Norddeutschland als Lied- und Oratoriensänger.



Martin Bujara hat an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover seine Ausbildung zum Instrumentallehrer und Konzertpianisten in der Klasse von Karl-Heinz Kämmerling absolviert. Er leitet seit 2002 die Musikschule im Bildungszentrum des Landkreises Wolfenbüttel.

Beide Künstler haben im Rahmen des Festivals „Tastentaumel“ 2006 und 2008 im Herrenhaus Sickte konzertiert.