5 Jahre SiKKi

Viel freiwilliges Engagement für die Kultur
Die Sickter Kulturinitative (SiKKi) besteht seit fünf Jahren

(2004-2009)

Von Stephan Querfurth

SICKTE. Überall Kulturwochen, Kulturherbste, Kulturtage – blühende Kulturlandschaften also. In all dieser Palette von allem, was so in den großen Beutel der Kultur zu packen ist, ein Kleinod in und für die Region darf dabei nicht übersehen werden: ‚SiKKi’, die Sickter Kulturinitiative.

Noch immer, ein Stück weit, ist sie ein Geheimtipp. Aber immer mehr werden ihre Angebote im barocken Rittersaal des Sickter Herrenhauses, im Park des Herrenhauses oder in der lauschigen Werkstatt des Hötzummer Bücherhofes nicht nur von Menschen aus der Samtgemeinde besucht, die Region um Braunschweig und Wolfenbüttel nimmt ebenfalls teil am Sickter Kulturleben. Und das ist es: Die Sickter Kulturinitiative bietet nicht nur beschränkt auf eine kurze Zeit im Jahr den Menschen etwa an, sondern das ganze Jahr über. Und sie bietet ein Programm, nicht nur für jede Altergruppe, sondern auch für jeden Geschmack.

Und jetzt bereits hat sie ihr fünfjähriges Jubiläum. Sie feiert es nicht. Das liegt Margit Richert, Initatorin der ehrenamtlichen Initiative völlig fern. Sven Olbrich, dem Inhaber des Hötzumer Bücherhofes, der ein Jahr später seine Werkstatt für Lesungen im Rahmen der ‚SiKKi’ öffnete, übrigens auch. Es ist eine bunte und damit vielfältige Mischung kultureller Angebote, die aus Sickte heraus die Köpfe erreicht: Lesungen, Ausstellungen, Klavier- und Chorkonzerte, Liederabende und Kammermusik, Jazz und Folk, Kinderkonzerte, Kabarett und Kleinkunst.

Das Budget, das die Gemeinde aus ihren Haushaltsmitteln zu Verfügung stellt, ist begrenzt. Um so mehr ist Idealismus, persönliches Engagement und Freizeit von Margit Richert und Sven Olbrich notwendig, um dieses Angebot nicht nur am Laufen zu halten, sondern um es weiter zu entwickeln. Natürlich sollen es kreative Menschen aus der Gemeinde sein, denen mit ihren Fähigkeiten eine Bühne gegeben werden soll, es sind jedoch auch bereits schon viele überregionale deutsche Künstler oder aus den USA, Polen, Russland, Frankreich, den Niederlanden und auch aus Chile in dem Gebäude, das einst der große Baumeister Hermann Korb (1656-1735) um 1710 erbaute. So hat es allen vom Gründungsjahr 2004 bis heute nahezu 200 kulturelle Veranstaltungen gegeben, die von Richert und Olbrich organisiert, gemanagt, begleitet und verantwortet wurden. ‚SiKKi’ öffnete sich für die Festivals „Tastentaumel 2006 und 2008“ sowie „Wilde Töne“ 2008.

Der Hötzumer Bücherhof begann mit seinem häufig musikalisch begleiteten Lesungen und dem zum Tag des Buches Lesemarathon vor vier Jahren. Für Richert und Olbrich ist die ‚SiKKi’ etwas geworden, „was nicht nur viel Spaß macht, sondern man bekommt auch ganz viel zurück“, so Margit Richert. Und für Sven Olbrich ist es neben der Werbung für den eigenen Betrieb „auch den Menschen etwas zu bieten, was andere nicht haben.“ Aber sie müssen dafür auch die Bestuhlung aufstellen, die Künstler vom Bahnhof abholen, Getränke besorgen und reichen… Viel freiwilliges Engagement für die Kultur!

Anmerkung:
Im Namen vieler Besucher danken wir allen Künstlern, Musikerinnen und Musikern, Autorinnen und Autoren, Vorleserinnen und Vorlesern, Malerinnen und Malern aus unserer Region sowie unseren überregionalen und bisweilen internationalen Gästen für viele unvergessliche Stunden anspruchsvoller und vielseitiger "Kultur vor Ort". Wir danken für das Vertrauen in unsere Kulturarbeit, für engagierte Vorträge und Programme sowie für viele Ideen. Ferner danken wir allen, die die Arbeit unserer Kulturinitiative auf vielfältige Weise unterstützt und begleitet haben....