Riddagshäuser Blockflötenensemble

Mit Flötentönen den Frühling begrüßt



Unter der Leitung von Christa Roelcke konzertierte das Riddagshäuser Blockflötenensemble am 27. April 2008 im Rittersaal des Herrenhauses Sickte. Die Huldigung des Frühlings zog sich als Leitfaden durch das Programm. Dabei machte „La Joie“ – „Die Freude“ von Georg Philipp Telemann den Auftakt, dem die „Frühlingssehnsucht“ von Joseph Hadyn folgte.



Die sechzehn Mitglieder des Ensembles vermittelten einen nachhaltigen Eindruck von der Vielseitigkeit der Blockflötenmusik. Den Zuhörern die Schönheit des edlen Blockflötenklangs nahe zu bringen, ist seit vielen Jahren an Anliegen von Christa Roelcke. Das anspruchsvolle Repertoire ihres Ensembles, das perfekte und harmonische Zusammenspiel bescherte auch den Sickter Zuhörern ein einmaliges Klangerlebnis, mit romantischen, barocken und zeitgenössischen Werken. Von der 20 cm kleinen Sopranino bis hin zum zwei Meter hohen Subbaß kamen die verschiedenen Instrumente der Blockflötenfamilie zum Einsatz. Abwechslungsreich gestaltete sich das Konzert auch durch die solistischen Vorträge und die Begleitung auf dem Cembalo durch Helmut Erzfeld. Das Flötentrio des Ensembles mit Angelika Ewald, Rupert Litterst und Florian Litterst begeisterte mit drei schottischen Volksliedern von Joseph Haydn für zwei Altflöten und Bassblockflöte. Viel Beifall gab es für das Trio auch für den Vortrag des Stückes „Der große Fluß“ aus der Afrikanischen Suite Nr. 2 von Sören Sieg. Das Zusammenspiel von Alt-, Tenor- und Bassblockflöte entführte die Zuhörer in traumhafte Klangwelten. Die große Fingerfertigkeit beim Spiel auf den Sopranino-blockflöte konnte beim Concerto B-Dur für Sopranio und Orchester von Georg Friedrich Händel in der Bearbeitung für Blockflöten von Christa Roelcke bestaunt werden. Rupert Litterst begeisterte mit seinem Solo und setzte mit sicher gespielten Läufen und schnellen Tempiwechseln einen grandiosen Schlusspunkt.



Christa Rolecke (rechts im Bild) hatte es nach dem einstündigen Konzert wieder einmal geschafft. Mit ihrer Blockflötenmusik weckt sie nicht nur die Begeisterung bei den Zuhörern, sondern auch den Frühling. Die Zuhörer dankten dem Ensemble mit lang anhaltendem Beifall und entließen das Orchester erst nach zwei Zugaben. mr



Riddagshäuser Blockflötenensemble
„Was ist schlimmer als eine Blockflöte?“
„Mehrere Blockflöten!“

Das war die gängige, weit verbreitete Auffassung, als sich 1980 eine Schülergruppe unter der Leitung von Christa Roelcke zum ersten Zusammenspiel traf. Dies Urteil zu widerlegen und den Zuhörern die Schönheit des edeln Blockflötenklanges ahezubringen, war von Anfang an das Anliegen des Blockflötenensembles. Und so haben die Konzerte in Braunschweig und anderen Orten dazu beigetragen, Freunde zu gewinnen, nicht selten auch solche, die „eigentlich keine Blockflöten mögen.“ Das Repertoire des „Riddagshäuser Blockflötenensemble“ reicht von italienischer Musik über barocke Polyphonie bis zu neueren Originalkompositionen oder Bearbeitungen für Blockflöten. Das „Riddagshäuser Blockflötenensemble“ spielt unter der Leitung von Christa Roelke.