Neujahrskonzert 2008

Alexander Dorenberg und Leo Weiß begrüßten das neue Jahr mit einem gengreübergreifenden „Musicmix“



Zum mittlerweile 4. Neujahrskonzert (mit Umtrunk im Foyer), hatte die Sickter Kulturinitiative am 5. Januar 2008 das Herrenhaus Sickte eingeladen. In ihrer Begrüßung blickte Sikki-Initiatorin Margit Richert kurz auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres mit zahlreichen Konzerten, Ausstellungen und Lesungen zurück. Weit über 3000 Besucher zählte die Initiative im Jahr 2007. Vornehmliches Anliegen der Initiative sei es, so Richert, Kulturschaffende aus der Braunschweig-Wolfenbütteler Region vorzustellen und deren vielfältiges Wirken zu präsentieren. Auch im Rahmen der Rittersaal-Konzerte werde Musik und Gesang unterschiedlichster Gengres dargeboten. Nach Kammermusik, Tango Argentino und Klezmermusik stehe der „Musicmix“ des diesjährigen Neujahrskonzertes stellvertretend für das Konzertprogramm im Jahr 2008.

Der Braunschweiger Songwriter Alexander Dorenberg (Gitarre, Gesang) und Leo Weiß aus Sickte (Violine, Kontrabass, Gitarre und Gesang) begeisterten mit ihrem „Crossover-Programm“. Sie servierten einen sprudelnden Mix aus Pop-Songs, angereicht und garniert mit Swing, Blues, Folk- und Klassikmusik. Die Zuhörer, Liebhaber unterschiedlicher Musikrichtungen, kamen bei diesem Programm voll und ganz auf ihre Kosten. Sie erlebten eine grandiose musikalische Reise durch Zeit und Raum von Fritz Kreislers “Schön Rosmarin“ bis hin zu „“Zieh die Schuhe aus“ von Roger Cicero. Wiegen im Walzertakt war dabei genauso angesagt, wie Fingerschnipsen bei Swing und Rhythm and Blues. Musikalisch brillant boten beide Musiker auch ihre bevorzugten bzw. eigenen Paradedisziplinen dar. Alexander Dorenberg begeisterte mit ausdrucksstarkem Gesang, virtuosem Gitarrenspiel und gefühlvollen Popballaden aus seinem Dorenberg-Projekt. Geradezu umjubelt wurde dabei der „Shadowman“, eine extravagante Komposition von Alexander Dorenberg als Hommage an die James Bond Filme. Multiinstrumentalist Leo Weiß beweis sein meisterliches Können auf der Violine und glänzte beim Czardas von Vittorio Monti ebenso wie bei seinem Ausflug in die Welt des Tango Argentino und mit seiner Eigenkomposition „Celtic Remembrance“.

Die beiden Musiker bewiesen eindrucksvoll, dass ganz egal ob nach E- oder U-Musik unterschieden wird, immer die Freude an der Musik im Vordergrund stehen sollte. Im Rittersaal des Herrenhauses Sickte wurde auf unkonventionelle Weise Stilvielfalt präsentiert und ein außergewöhnliches Konzert par excellence dargeboten, das die Zuhörer mit tosendem Beifall belohnten. mr

Link: Alexander Dorenberg