Lyrikgruppe Wortzauber



Im Rahmen einer Bücherhof-Lesung stellte die Lyrikgruppe „Wortzauber“ am 9. März 2007 ihre Anthologie „Wortzauber Gedichte“ vor. Im Vorwort zu diesem wirklich bezaubernden Gedichtbuch mit farbigen Fotos gemalter Bilder von Mona Rose schreibt Astrid Köchy: „Wortzauber – eine kurze Erklärung“:

Wir sind fünf Menschen, die gerne lesen und auch gerne selbst gelegentlich ein Gedicht oder eine kurze Geschichte verfassen. Zusammengefunden haben wir uns, um uns gegenseitig vorzutragen und dieses dann zu kommentieren. Warum „Wortzauber“? Nun ja, wer möchte nicht gerne mit Worten zaubern und bezaubern? Dieses Büchlein haben wir zusammengestellt, um auch andere Menschen zu erreichen und ihnen im Idealfall Freude zu bereiten und Anregungen zu vermitteln.“…

Die Lesung der Lyriker beeindruckte ob der stimmungsvollen Gedankenbilder, die in Worten festgehalten waren. Nachdenkliches, Naturgedanken, kleine Anekdoten lyrisch beschrieben, Gedichte, die Lächeln in der Gesicht der Zuhörer zauberten… Eine gelungene Präsentation und ein gelungenes Gemeinschaftswerk, zum wir herzlich gratulieren und das wir allen Lyrikfans als lesenwert empfehlen möchten. mr

„Wortzauber-Gedichte“

Lyrik Anthologie, farbig bebildert
Lyrikgruppe Wortzauber
Autoren: Karin Behne, Karin Winkler, Lutz Raebel, Monika Raebel

Erschienen: März 2007
Herstellung: Hötzumer Bücherhof
Preis: 9,- €
Erhältlich im Hötzumer Bücherhof

Lyrikgruppe Wortzauber

Karin Behne
Ich war schon als Kind eine Leseratte und bin dieses bis heute geblieben. Meine Vergangenheit war damit ausgefüllt, Familie und Arbeit zu organisieren. Seitdem die Kinder aus dem Haus waren, fing ich an, Tagebuch zu schreiben und zwar alles, was die Seele hergab. Seit ungefähr zwei Jahren entdecke ich zeitweise eine große Lust, Gedichte zu machen in mir. Besonders, nachdem ich ehrenamtlich als Hospizhelferin arbeitete, stand mir so einiges "Material" an neuen Erfahrungen zur Verfügung, die ich dann in manche Gedichte einbringen konnte. Ich mag sehr gern Erich Kästner, Hermann Hesse und viele andere. Besonders spirituelle Bücher können mir viel geben.

Lutz Raebel
Begonnen hat meine „Dichtkunst“ mit der Übersetzung englischer Songtexte ins Deutsche. Im Alter von 16/17 Jahren versuchte ich dann, englische Texte so ins Deutsche zu übertragen, dass die Eindeutschung zur Originalmelodie gesungen werden konnte. Daraus entwickelte sich dann das Schreiben eigener Liedertexte, Gedichte, Kurzgeschichten und Leserbriefe. Ich habe schon immer viel gelesen. Die Lieblingsautoren aus Kindertagen waren Astrid Lindgren, Michael Ende und Karl May. Später kam Theodor Storm hinzu und Hermann Hesse, Fritz Reuter und Erich Kästner, Heinrich Böll und viele, viele mehr. Darunter nicht zuletzt auch Hanns Dieter Hüsch.

Monika Raebel
Geschrieben habe ich schon immer gern, allerdings nur in Briefen und in Tagebüchern. Beim Schreiben konnte ich mich besser ausdrücken als beim Sprechen. Später versuchte ich, das, was ich zu sagen hatte, in Reimform zu komprimieren. Gemeinsam mit Freundinnen ermutigten wir uns gegenseitig, in einem mittlerweile gegründeten Lese- und Schreibkreis namens „Wortzauber“ uns das Zu-Papier-Gebrachte gegenseitig vorzulesen und danach auch anderen zugänglich zu machen.

Literarische Vorbilder habe ich keine, denen ich nacheifern wollte oder gar könnte. Erich Kästner bewundere ich sehr ob seiner espritvollen Gedichte. Meine Ambition, etwas schriftlich auszudrücken, resultiert nicht aus der Bewunderung von Lieblingsautoren, sondern eher daraus, sich etwas von der Seele zu reden. Ich probierte mich an kleinen Gedichten, die aus meiner Seele entspringen. Meine Texte stehen nicht in Verbindung zu meinem bis zu meinem 60. Lebensjahr ausgeübten Beruf als Kaufmännisch-technische Angestellte, eher stehen sie in Verbindung zu meinen mittlerweile über 500 gemalten Bildern unter dem Pseudonym Mona Rose, die ja auch meine Seele widerspiegeln. www.mona-rose-bilder.de Die erste Veröffentlichung meiner bzw. unserer Gedichte wird bei der Lesung am 09.03.2007 durch die Präsentation des Büchleins „Wortzauber – Gedichte“ erfolgen. Dieses Büchlein wurde vom Buchbindermeister Sven Olbrich vom Hötzumer Bücherhof hergestellt. Zwischen den Gedichten sind einige meiner Bilder eingestreut, die das Ganze etwas auflockern sollen.

Karin Winkler
Lesen ist ein Hobby von mir und Schreiben ist ein`s geworden. Von Kurzgeschichten aus eigenem Erleben, bis hin zu meinen Gedichten aus allen Bereichen. Meine Lieblingsautorin ist Christiane Brückner. Ich schreibe, weil ich etwas ausdrücken möchte und zu den Themen des Lebens etwas zu sagen habe.



Leseprobe

Was ist Liebe?


Liebe Liebe, lass dich fragen,
wirst du mir die Wahrheit sagen?
Und so frage ich denn dich,
was ist dein Geschenk an mich?

Und was du bist, will ich noch wissen.
Ein Wort nur, das ich sagen muss,
ein Gedanke, eine Tat?
Sag es mir, ich brauch’ deinen Rat.

Bist du dieses Gefühl,
das mich manchmal erbebt,
mit dieser riesigen Kraft,
die sich in mir erhebt?

Oder bist du nur Illusion,
Wunschbild meiner Gedanken,
ein Produkt meiner Fantasie,
glaube mir, ich begreife dich nie.

Drum, liebe Liebe, lehre mich,
du bist ein Geschenk an mich.
Lass mich dich fühlen, tun und sagen,
dann werd’ ich nie mehr dich befragen.

(Karin Winkler)