
Ausstellung „Hommage an Picasso – Frauenbildnisse“
Im Rahmen der Ausstellung:"Hommage an Picasso - Frauenbildnisse" haben die Künstlerinnen Mona Rose (links) und Anja-Alexandra Kaufhold (rechts) im August 2006 Replikate von Pablo Picasso im Hötzumer Bücherhof ausgestellt.
In ihrer „Hommage an Picasso“ haben sich die beiden Künstlerinnen speziell den Frauenbildnissen gewidmet. Bekannt von Picasso ist,er seine Lebensgefährtinnen mindestens so oft wechselte wie seinen Malstil. Sein Verhältnis zu Frauen beeinflusste seine Stimmung und sogar seinen Kunststil. Der Wechsel von der „Blauen- zur „Rosa-Periode" war vermutlich das Ergebnis seiner Begegnung mit Fernande Olivier, seiner ersten Gefährtin. Picasso fertigte im Laufe seines Lebens zahlreiche Portraits seiner Frauen und Freundinnen an.
Bekannte und weniger bekannte Bildnisse verschiedener Schaffensperioden waren als Replikate im Bücherhof ausgestellt. mr
Hintergrund
Pablo Picasso (1881 – 1973)
Der Nachname Picasso ist der Name seiner Mutter, den er ab der Jahrhundertwende 19jährig angenommen hat; sein Familienname war Ruiz. Neben dem Namen vererbte die Mutter ihre äußere Erscheinung. Er hat sich von starken, eigenständigen Frauen immer wieder inspirieren lassen. Das Erkunden ihres Intellekts war für den Spanier Pablo Picasso entscheidend, egal ob es sich um Malerinnen, Tänzerinnen, Kunstkritikerinnen oder Philosophinnen handelte, die ihn im Laufe seines Lebens eine Wegstrecke lang begleiteten. Mit vielen verband ihn eine intensive Beziehung. Er wuchs schon in der Familie mit fünf Frauen auf:
Seine Mutter Maria
Die verwitwete Mutter der Mutter
Tante Eladia, eine unverheiratete Schwester der Mutter
Tante Eliodora, eine unverheiratete Schwester der Mutter
sowie das Hausmädchen
Pablo war ständig von diesen fünf Frauen umgeben, die alles taten, um ihm das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Weitere weibliche Verwandtschaft:
Erste Schwester: Dolorés, genannt Lola
Zweite Schwester: Concepión, genannt Conchita
Tante Pepa
Seine Kusine
Frauen um Picasso:
Germaine Gargollo (Picassos Geliebte, nachdem sie die Geliebte von Carles Casagemas war, der sich ihretwegen erschoss)
Madeleine (Geliebte)
Alice Derain (kurze Affäre)
Odette (Geliebte)
Berthe Weill, genannt La Mère Weill oder „die kleine alte Dame Weill“ (Galeristin der Galerie in der Rue Victor-Masse 25 in Paris)
Fernande Olivier (sieben Jahre seine Geliebte, hätte sie geheiratet, wenn sie sich nicht so beharrlich geweigert hätte; sie war nämlich schon verheiratet)
Gertrude Stein (Freundin und Förderin)
Marcelle Humbert, genannt „Ma-Jolie“ (= meine Hübsche) und „Eva Gouel“
Gaby Lespinasse (1915, während Eva im Sterben lag)
Olga Koklowa = erste Ehefrau – gebar ihm sein erstes Kind (Paolo, geb. 1921)
Marie-Thérèse Walter = heimliche Geliebte (Picasso ist 28 Jahre älter als sie), gebar ihm sein zweites Kind (María de la Concepción, genannt Maya, geb. 1935)
Dora Maar = jugoslawische Photographin
Francoise Gilot = Malerin und Geliebte – schenkte ihm sein
drittes (Claude, geb. 1947) und viertes Kind (Paloma, geb. 1949)
Jaqueline Roque = zweite Ehefrau
Sylvette David
Die einäugige Kupplerin Celestine
Irène Lagut (Geliebte)
Gabi Lapére (Geliebte)
Mit sieben dieser Frauen lebte er zusammen, sie waren seine Geliebten, Lebensgefährtinnen oder Ehefrauen: Fernande, Olga, Dora, Jaqueline, Sylvette, Irène und Gabi. Mit jeder Frau lebte er auf ganz neue Weise zusammen, die für ihn jedes Mal eine einzigartige Inspirationsquelle darstellte. Er betrachtete die Frau als ebenbürtig.