
Felix Vogelsang ist ein gern gesehenener Gast bei der Sickter Kulturinitiative, die sich immer wieder freut, diesen fantastischen Cellisten präsentieren zu dürfen. Felis Vogelsang überrascht stets aufs Neue mit hochkarätigen und anspruchsvollen Programmen. Das Cello ist sein Leben und sein Cellospiel einzigartig, ob solistisch oder als Duo.
Am 29. April 2007 spielte Felix Vogelsang zusammen mit seiner Cellopartnerin Silvia Longauerova im Rittersaal des Herrenhauses Sickte. Auf dem Programm standen: J.B.Boismortier: Sonata per due Violoncelli Nr.1 , d-moll, L. Kupkovic: Suite per due Violoncelli, D-Dur, P. Zagar:Duetto con codetta per due violoncelli, V. Godar: Variationen über ein Slowakisches Volkslied, W. A. Mozart: Sonata per due Violoncelli, B-Dur, R. Gliere: Ten duets per due Violoncelli op.65, I. Albeniz: Three cuban pieces per due Violoncelli, M. Escudero: Buleiras Flamenco. Besonders hervorzuheben aus dem Programm sind die Werke der slowakischen Komponisten, deren Musik dank der Intensität im Vortrag eine echte Entdeckung darstellten. Die Zuhörer waren wieder einmal begeistert und dankten dem Cellisten-Duo mit lang anhaltendem Beifall und Bravo-Rufen!

Silvia Longauerova
Silvia Longauerova, geboren 1978 in Bratislava, begann ihr Studium mit Prof. Juraj Fazekas am Konservatorium von Bratislava mit 15 Jahren. Sie diplomierte sich 1999 mit Auszeichnung und wechselte zur dortigen Universität für Musik und Künste in die Klasse von Prof. Jan Slavik. Von 2001 bis 2006 studierte sie mit dem bekannten Cellisten Robert Cohen am “Conservatorio della Svizzera Italiana” in der Konzertklasse und schloss auch dieses Studium mit Bestnoten ab. Weitere Anregungen verdankt sie Meisterkursen sowohl solistischer als auch kammermusikalischer Art bei Künstlern wie Raphaell Wallfish, Norbert Brainin oder dem Trio di Trieste.
Ihre grosse Leidenschaft für Kammermusik äussert sich in der langjährigen Mitgliedschaft im “Bratislava String Quartett”, im Sestetto di Lugano und endlich durch die Gründung des “Duo8corde”. Orchestererfahrung sammelte sie u.a. beim “International Orchestra Institute der Wiener Philharmonie” in Attergau (österreich) mit Dirigenten wie Christoph von Dohnanyi, Peter Schneider, Valere Giergijev und Mariss Jansons. Des Weiteren spielte sie mit dem “Bratislava Chamber Orchestra” und der “Capella Istropolitana”.
Ihre Konzerttätigkeit führte Silvia Longauerova wiederholt durch ganz Europa zu Festivals wie den “Verler vier Jahreszeiten”(Deutschland), dem “Thy Chamber Music Festival” (Dänemark), dem “Braunschweig Classix Festival”(Deutschland) und dem “Festival de Musique de chambre de Versailles” (Frankreich).
Silvia Longauerova ist erste Preisträgerin der “Sloval Chamber Music Competition” und der “International Chamber Music Competition of Perugina”. (Italy)
Felix Vogelsang
Felix Vogelsang (geb. 1975 in Paderborn) erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von 8 Jahren. 1990 wurde er Jungstudent bei Prof. Konrad Haesler und zwei Jahre später gewann er ein Vollstipendium für Studien mit Prof. Pierre Morin am Conservatorie de Musique du Québec (Kanada), das er jedoch nur sechs Monate in Anspruch nahm, um zunächst bei Prof. Haesler sein Studium aufzunehmen. Besondere Bedeutung erhielt die Begegnung mit Prof. Tilmann Wick, die 2001 zur künstlerischen Reife und Aufnahme in die Solistenklasse führte. Außerdem ermöglicht ihm die Graduierten-Förderung des Landes Niedersachsen als Assitistent Prof. Wicks tätig zu sein.
Nachdem Felix Vogelsang Orchestererfahrung unter anderem im European Union Youth Orchestra, im Detmolder Kammerorchester und in der Radiophilharmonie des NDR gesammelt hatte, wurde er von Künstlerpersönlichkeiten wie Mstislaw Rostropowitsch, Arto Noras und Anner Bylsmer, aber auch Sir Colin Davis und Bernhard Haitink darin unterstützt, sich hauptsächlich dem freien Konzertieren zu widmen.
Neben seinem solistischen Engagements ist er Mitglied Trio aparte (Klaviertrio) und des Hannover-Quartetts. Seine Konzerttätigkeit führte ihn durch ganz Europa, Chile und Südafrika bis in die Vereinigten Staaten. Es folgten Einladungen zu Festivals wie dem Braunschweiger Classix Festival, den Vinschgauer Musikwochen und dem Festival de Chaillol (Frankreich). Sein New York-Debut feierte er mit dem Pianisten Chistopher Cooley im April 2002.
Felix Vogelsang ist Preisträger des internationalen Schostakowitsch-Wettbewerbs, des International Charles Hennen Concours, des Concours international de Violoncelle d´Olargues des VDMK-Wettbewerbs und des Wettbewerbs Junge Ensembles musizieren und Stipendiat der Provinz Quebec und des PE-Förderkreises.
Felix Vogelsang spielt ein Cello von Don Niccolo Amati aus dem Jahr 1730.
Bernhard Haitink: „Felix Vogelsang gehört zu den herausragenden Cellisten seiner Generation, er ist ein außerordentlicher fantasiereicher Musiker.“