Allerweltschor Evessen



Sein Name ist Rainer Allewelt, er wohnt in Evessen (Landkreis Wolfenbüttel) und von Beruf ist er Gesangslehrer, Musiktherapeut und Chorleiter. Der besondere Nachname „Allewelt“ bietet „allerhand“ Möglichkeiten zu Wortspielereien. Als der Allewelt einen gemischten Chor in Evessen gründete, lag folglich bei der Namensgebung schon fast der Name des Chores in der Luft: „Allerweltschor Evessen“. Auch die musikalische Ausrichtung des Chores fügt sich in dieses Wortschema ein, denn „Lieder aus aller Welt“ mit all ihrem folkloristischen Facettenreichtum bilden den Schwerpunkt der chorischen Arbeit.

Auf Einladung der Sickter Kulturinitiative gab der „Allerweltschor“ am 8. Oktober 2006 ein beeindruckendes Konzert im Rittersaal des Herrenhauses Sickte. Sozusagen „alle Welt“ war gekommen, um den Chor aus Evessen zu hören. Der Besucherandrang war so groß, dass die Plätze im Saal nicht ausreichten. Selbst die eiligst herbeigeschafften und zusätzlich aufgestellten Stühle auf dem Flur reichten nicht aus, sodass einige Besucher mit Steh- und Sitzplätzen auf der Treppe vorlieb nehmen mussten.

27 Sängerinnen und acht Sänger, luden zu einer musikalischen Weltreise ein. Im ersten Teil des Konzertes stand „Populäres aus alter und neuer Zeit“, im zweiten Teil standen „Spirituelles aus aller Welt“ auf dem Programm. Zusätzlich bereichert wurden das Programm durch solistische Gesangsvorträge der Chormitglieder, Flötenmusik im Duo und als Quartett sowie durch instrumentale Begleitung mit Percussions und Gitarren.



Die weltumspannende Musik streifte u. a. die Länder Italien, Frankreich, England, Russland, Israel, Nordamerika, Afrika, Russland und Argentinien. Wahrlich ein Mammutprogramm, dass sich der Chor zur großen Freude der Zuhörer für dieses Konzert erarbeitet hatte. Selbstverständlich waren auch alte Meister aus Deutschland vertreten und so fügten sich J. S. Bach (Psallite) und G. F. Händel (Allegro, Flötenquartett) mit ihren Werken harmonisch in das Gesamtprogramm ein. Was beim Konzert nachhaltig beeindruckte, war nicht nur den erstklassigen Chorgesang und die instrumentalen Beiträge zu hören, sondern auch die pure Freude am Gesang in den Gesichtern aller Sängerinnen und Sänger zu sehen. Dabei verstand es Rainer Allewelt, der auch durch das Programm führte, seinen Chor vor jedem Vortrag präzise auf die ständig wechselnden und länderspezifischen Rhythmen einzustimmen. Bei einer Spannbreite von indianischen Klängen über Zulu-Songs, altrussischen Kirchengesängen bis hin zum „Kyrie Gloria aus „Misa Criolla“ von Ariel Ramirez am Schluss des Konzert wahrlich eine Glanzleistung, die mit stehenden Ovationen und Bravorufen bejubelt wurde. In diesem Sinn bleibt nur noch zu sagen: „Alle Achtung“ und „Hut ab“ vor diesem Chor und seinem mitreißenden Chorleiter Rainer Allewelt. mr